Sportlicher Adventskalender

Auf dem Dachboden holte sich Alexander Weck den Schliff

Alexander Weck trägt beim BHC seit eh und je die Nummer 9. Bis Sommer 2027 wird sich daran auch nichts ändern.
+
Alexander Weck trägt beim BHC seit eh und je die Nummer 9. Bis Sommer 2027 wird sich daran auch nichts ändern.

Türchen 9 im ST-Sport-Adventskalender mit einem BHC-Profi.

Von Thomas Rademacher

Was Alexander Weck sportlich machen würde, hatte eigentlich bereits bei seiner Geburt festgestanden. Christine und Gunther Weck waren Handballer, da musste ihr Sohn das auch einmal ausprobieren. „Ich hatte am Anfang gar keine große Lust darauf, habe mich dann aber doch mal hinschleppen lassen“, blickt Weck zurück. Eine Entscheidung, die er nicht bereute: Heute ist der 22-Jährige fester Bestandteil von Handball-Bundesligist Bergischer HC.

„Das ging tatsächlich ganz schnell, dann hatte ich riesigen Spaß daran“, erzählt der Rückraum-Rechtshänder „So viel Spaß, dass ich – zum Leidwesen der Nachbarn – im Dachgeschoss jeden Tag bestimmt fünf Stunden Handball gespielt habe.“ Zwei Tore und Teppichboden waren dort vorhanden. Gegen seine Eltern oder Schwester Annika trat er zu Wurfduellen an. „Das lief quasi meine gesamte Kindheit. Irgendwer musste immer herhalten.“ Weck begeisterte nicht nur das Spiel, er war auch richtig gut darin. In der C-Jugend wechselte er vom Ohligser TV zum BHC. „Das war der richtige Schritt, weil es dort professioneller zuging. Man hatte ganz andere Möglichkeiten.“

Den Verein hat er nie wieder verlassen. Über die A-Jugend ging es direkt in die Bundesliga-Mannschaft, bei der er schon lange mittrainiert hatte. Der Durchbruch gelang ihm im November 2019, als er mit damals 19 Jahren in letzter Sekunde zum 25:24-Sieg gegen den HC Erlangen traf. „Das Tor gehört sicher zu meinen Top-Drei-Momenten, an die ich mich immer erinnern werde“, sagt der Solinger. „Es war ein gutes Gefühl – auch, weil ich gespürt habe, dass ich für einen Unterschied sorgen kann.“

Inzwischen ist er fester Bestandteil des Teams und hat jüngst seinen Vertrag bis Sommer 2027 verlängert. „Dass es vier Jahre sind, ist ein Zeichen des beidseitigen Vertrauens“, findet Weck, der stolz auf seinen Werdegang ist. „Ich finde es toll, dass ich über mich sagen kann, dass ich aus dem eigenen Nachwuchs komme und alles mitgemacht habe. Ich kann damit Vorbild für andere BHC-Nachwuchsspieler sein.“

Mit dem Bundesliga-Team möchte Weck in den nächsten Jahren hoch hinaus. „Vor allem will ich mich verbessern und auch eine gute Option für die Abwehr werden“, sagt er. Aktuell ist der Handballer vor allem in der Offensive als Schütze, aber auch guter Passgeber bekannt. Die Nummer 9 gehört seit eh und je dazu. „Mein Vater hatte sie, deshalb habe ich sie immer genommen.“

Sein Herz für nicht ganz so ernste Wettkämpfe hat Weck übrigens vom Dachboden in sein späteres Leben übertragen. So unternimmt er zwar viel mit Freundin Lucie, misst sich aber auch gerne im Tennis – zum Beispiel gegen Teamkamerad Tom Bergner – sowie mit zahlreichen anderen BHCern in Computerspielen. „Viel Zeit für mein Studium (Sport-Business-Management) investiere ich derzeit nicht“, gibt er zu. „Aber ich habe ja auch keinen Druck.“

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Handball-Podcast: Stutzke freut sich auf ein wenig Zeit
Handball-Podcast: Stutzke freut sich auf ein wenig Zeit
Handball-Podcast: Stutzke freut sich auf ein wenig Zeit
WM: Stutzke verhilft Deutschland zum fünften Rang
WM: Stutzke verhilft Deutschland zum fünften Rang
WM: Stutzke verhilft Deutschland zum fünften Rang

Kommentare