Handball

Auch Hinze findet Max Darj unfassbar

Sebastian Hinzes taktische Ausrichtung funktionierte auch bei GWD Minden. Er rang damit seinem Trainer-Gegenüber Frank Carstens Respekt ab: „Wir sind bedient.“
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Sebastian Hinzes taktische Ausrichtung funktionierte auch bei GWD Minden. Er rang damit seinem Trainer-Gegenüber Frank Carstens Respekt ab: „Wir sind bedient.“

Trainerstimmen: Sebastian Hinze ist sehr zufrieden

Von Timo Lemmer

Sebastian Hinze ist nicht gerade schnell dabei, wenn es darum geht, einzelne Spieler hervorzuheben. Was der BHC-Trainer am Donnerstagabend allerdings von Max Darj gesehen hatte, hinterließ auch den 41-Jährigen tief beeindruckt: „Unfassbar, was der abgerissen hat.“ Nicht nur, dass der Schwede elf Tage nach seinem WM-Finale gegen Dänemark acht Tore markierte, vor allem war der Kreisläufer gleich wieder Antreiber und Abwehr-Garant. Gerade nach so einem mentalen Hoch wie einer Weltmeisterschaft hatte es dem BHC-Tross imponiert, wie schnell der Schwede auch im Training wieder voranging.

„Aber nicht nur Darj“, stimmte nach Hinze auch sein GWD-Pendant Frank Carstens ein, „auch Tom Nikolaisen hat sehr, sehr gut verteidigt.“ Für den Mindener Coach war es deshalb nur folgerichtig, dass der BHC 36:29 gewann. Carstens: „Der Knackpunkt war dabei, dass der BHC in der Phase, als uns im zweiten Durchgang der Positionsangriff leichter von der Hand ging, immer schnell getroffen hat.“ Der BHC habe genau richtig zügig den Mittelblock attackiert, als Minden nach seinen Spezialisten-Wechseln noch nicht sortiert war. Das habe der Gegner perfekt ausgelesen, befand Carstens: „Wir sind bedient.“

Anders die Laune bei Hinze, der noch weit vor Darj die Mentalität seiner Truppe als Gesamtes lobte. Selbst, als man in den ersten 15 Minuten noch Wettkampfmodus und -härte habe finden müssen, habe der Einsatz bereits gestimmt: Exemplarisch empfand Hinze dabei das Nachgehen von Lukas Stutzke nach einem gestoppten Wurf. „Unser System wurde dann nach rund einer Viertelstunde immer sicherer, aber Überzeugung und Wille waren von Minute eins an da.“

Schon da gelang es dem BHC, ein stetes Tore-Polster aufzubauen. Der Durchbruch zum Auswärtserfolg in der Mindener Ausweichhalle gelang dann mit Tempo – und auch einem Torhüter, der da war, als er gebraucht wurde. Hinze: „Das war nach der Pause dann sehr souverän.“ Neben Darj lobte er Csaba Szücs, der – nun wieder fit – das Tempospiel bereichere, und Keeper Christopher Rudeck. Der BHC habe auch das Torhüter-Plus gehabt, bemerkten beide Seiten. Weil nach Paraden, aber auch Gegentoren schnelle Antworten entsprangen, gelangen am Ende sogar die meisten Treffer der bisherigen Spielzeit. Ein Traum-Start ins neue Jahr – mit einem WM-Helden, der schon wieder auf Betriebstemperatur war.

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