Handball-Bundesliga

Linus Arnesson möchte sein Heimgesicht zeigen

Am Samstag möchte der Schwede es mit seinem Team besser machen als im Hinspiel – wenn er denn einsatzbereit ist.
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Am Samstag möchte der Schwede es mit seinem Team besser machen als im Hinspiel – wenn er denn einsatzbereit ist.

Der Bergische HC trifft auf GWD Minden – ein Gegner, mit dem noch eine Rechnung offen ist.

Von Thomas Rademacher

Im Hinspiel konnte Linus Arnesson (r.) mit Fabian Gutbrod (l.) und Lukas Stutzke kaum noch hinsehen.

Linus Arnesson ist kein Mann großer Worte. Er drängt sich nicht in den Fokus und mag es, sich abseits des Handballs in aller Ruhe dem Familienleben zu widmen. So auch am Mittwoch, als der schwedische Spielmacher seinen 32. Geburtstag feierte. „Keine große Sache für mich. Es gab eine Torte, und das war's“, sagt Arnesson, der sowieso keine Party hätte veranstalten können. Er war in dieser Woche krank und nahm daher bisher auch noch nicht an der Vorbereitung zur anstehenden Partie gegen GWD Minden teil. „Die Woche lief suboptimal“, fasst Trainer Sebastian Hinze mit Blick auf die Bundesliga-Partie am Samstagabend (18.30 Uhr, Unihalle Wuppertal) zusammen.

„Die Jungs haben richtig gut trainiert“, betont der Coach. „Aber wir hatten eben hier und da ein paar Ausfälle.“ Alexander Weck hat etwas am Finger abbekommen, Jeffrey Boomhouwers Verdacht auf eine Gehirnerschütterung hat sich zwar nicht bestätigt, doch auch er hat erst einmal eine Pause bekommen. Bei allen drei Spielern besteht die Hoffnung, dass sie am Samstag wieder ins Geschehen eingreifen können – und dem BHC dann zu einer besseren Leistung als im Hinspiel gegen GWD Minden verhelfen.

Das 25:21 (11:12) ist immer noch der einzige Heimsieg der Ostwestfalen in der gesamten Saison. Ein Tiefpunkt? „So denke ich nicht darüber“, stellt Hinze klar. „42 Minuten lang befanden wir uns im Plan. Aber wir waren insgesamt in einer Phase, in der wir nicht gut genug waren, um in der Bundesliga zu punkten.“ Linus Arnesson erinnert sich noch gut an die Begegnung, obwohl er selbst verletzt zuschauen musste. „Es war ein schwieriges Spiel für uns. So dürfen wir einfach nicht aussehen.“ Der Revanche-Gedanke stehe zwar nicht im Fokus, „aber er ist schon da. Wir müssen zeigen, dass wir besser spielen können. Gerade zu Hause ist uns das in dieser Saison meistens gelungen.“

„Es geht schließlich auch um das Gefühl.“

Linus Arnesson, BHC-Spielmacher

Für GWD ist die Partie in der Unihalle von existenziell größerer Bedeutung als für die Löwen. Minden steht auf einem Abstiegsplatz und benötigt dringend Punkte, um das rettende Ufer noch zu erreichen. „Wir rechnen natürlich mit einem extrem kämpferischen Gegner, der alles investieren wird. Aber letztlich geht es darum, dass wir unsere Leistung auf die Platte bringen und besser Handball spielen“, sagt Hinze. „Minden kann nicht nur kämpfen, sondern hat auch Qualität.“ So hat Mohamed Darmoul sich zu einem der besten Eins-gegen-Eins-Spieler der Liga entwickelt. „Im Abschluss ist er nicht immer sicher, aber generell ist die Rückraum-Achse mit dem Kreis eine der Mindener Stärken“, weiß Hinze. Maximilian Janke fiel jüngst allerdings verletzt aus.

Von seinem eigenen Team erhofft sich der Coach defensiv eine ähnlich stabile Vorstellung wie zuletzt beim 22:24 bei den Rhein-Neckar Löwen. „Im Positionsangriff haben wir aber nicht das Level erreicht, das wir vorher hatten. Es fehlte ein bisschen Dynamik, und das Ausnutzen der Chancen – speziell in der Crunchtime – war eben auch nicht so gut.

Fünf Spieltage vor Schluss sei die Motivation weiterhin hoch. „Man ist ein bisschen müde“, sagt Arnesson. „Aber wir haben alle den Ansporn, möglichst viele Punkte zu holen. Es geht schließlich auch um das Gefühl: Wenn wir als Zehnter die Saison beenden, ist das viel besser als ein Abschluss auf dem 15. Platz.“ Der BHC hat als aktuell 13. jeweils drei Punkte Rückstand beziehungsweise Vorsprung nach unten und oben.

Rund um den BHC

Theorie: Einen Punkt benötigt der BHC noch, um den Klassenerhalt in der Bundesliga rechnerisch sicherzustellen. Das Thema ist seit einigen Wochen abgehakt, doch mit einem Sieg gegen Minden könnten die Löwen am Samstagabend Fakten schaffen.

Sebastian Damm: Der Linksaußen ist nach überstandener Gehirnerschütterung wieder ins Training eingestiegen.

Bilanz: Der BHC führt gegen Minden mit 8:4. Ein Mal trennten sich die Teams unentschieden.

Tickets: bhc06.de

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