Motorsport

Ben Gallert erlebt eine spannende Kart-Saison

Ben Gallert kann mit der zurückliegenden Kart-Saison zufrieden sein. In der nächsten möchte er noch mehr erreichen. Foto:
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Ben Gallert kann mit der zurückliegenden Kart-Saison zufrieden sein. In der nächsten möchte er noch mehr erreichen.

Solinger Nachwuchs-Rennfahrer will unbedingt aufs Treppchen

Von Sonja Bick

Die Top Ten hatte Ben Gallert im Blick – und hat diese Zielsetzung gleich doppelt übertroffen. Sowohl im Rok Cup Germany (25 Fahrer) als auch im Talents-Cup (18 Fahrer) kam das Kart-Talent in der Gesamtwertung auf den achten Platz. Der Weg dahin war für den Zwölfjährigen, der seit fünf Jahren Kart fährt, allerdings ganz schön hart. Nachdem er aufgrund des Corona-Lockdowns monatelang nur im Rennsimulator hatte trainieren können, durfte er ab Anfang März wieder auf die Strecke. Jedes Wochenende wurden Trainingstermine für den Erftlandring in Kerpen gebucht.

Dann ging es endlich auch wieder mit richtigen Rennen los – und wie. „Gleich im ersten Rennen in Kerpen bin ich einen neuen Streckenrekord gefahren und habe die Pole geschafft“, erzählt der Siebtklässler stolz, der in der Wertung bis 13 Jahre antritt. Beim Start von der ersten Position folgte aber die Ernüchterung: zwei Fehlstarts und eine fragwürdige Strafversetzung auf den letzten Platz. „Das war seiner mangelnden Erfahrung und Aufregung geschuldet“, erklärt Vater Christian Gallert. Der Sohnemann legte ein tolles Rennen hin und fuhr von Rang 18 auf Position elf vor.

Wegen fehlender Sponsoren: Finale in Italien findet ohne ihn statt

Bei allen anderen Rennen – sechs im Rok Cup, sieben im Talents-Cup – landete er immer unter den besten Zehn. Beim letzten Rennen der Saison, dem Graf Berghe von Trips Memorial, verpasste er seinen ersten Podestplatz nur ganz knapp und wurde Vierter. Neben der Pole und Platz vier zählt Ben Gallert, der für den Rennstall AT Motorsport aus Siegburg fährt, ein weiteres Erlebnis zu seinen Saisonhöhepunkten: Beim Regen-Rennen in Wackersdorf fand er sich nach einer Kollision auf dem 13. Platz wieder, startete dann aber erneut eine Aufholjagd und wurde noch Fünfter.

Ein absolutes Highlight musste hingegen auf kommendes Jahr verschoben werden. Das Rok-Cup-Superfinal in Italien, eine Art Weltmeisterschaft mit mehr als 100 Startern, musste die Familie aufgrund fehlender Sponsoren absagen. Ein Renn-Wochenende kostet schon zwischen 1500 und 2000 Euro. Die Renn-Woche in Italien hätte sogar etwa rund 7000 Euro verschlungen. „Wir sind weiter auf der Suche nach Sponsoren“, sagt Mutter Simone.

Das Superfinal steht also auf dem Wunschzettel für die kommende Saison – und sonst? „Ich möchte in einigen Rennen aufs Treppchen fahren“, sagt Gallert, der ja schon mal bewiesen hat, dass er in der Lage ist, seine Ziele zu erreichen.

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