Türchen 17

Ben Büschers Stirnband ist mehr als nur ein Modeaccessoire

Ben Büscher
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Ben Büscher gehört zu den gefährlichsten Spielern des BHC II – und hilft bei den Profis aus.

Türchen Nummer 17 im Adventskalender des ST-Sports mit einem Handballer von Regionalligist Bergischer HC II.

Von Thomas Rademacher

Als Ben Büscher in der Schlussphase des Pokalspiels zwischen dem Bergischen HC und Göppingen aufs Feld kommt, lässt er sich nicht lange bitten. Der Rückraum-Rechtshänder zieht mit aller Dynamik durch und versucht, das 33. Löwen-Tor zu erzielen. Er scheitert. „Es wäre cool gewesen, zu treffen, aber es war auch so ein tolles Gefühl, dabei zu sein“, sagt der 21-Jährige, der seit dieser Saison zwei bis drei Mal pro Woche bei den Bundesliga-Profis mittrainiert. Als Jugendlicher war es sein großes Ziel das Handball-Oberhaus. Inzwischen geht er mit Demut an die Herausforderungen heran.

Der BHC II ist seine eigentliche Mannschaft. In der Regionalliga gehört der Solinger zu den Leistungsträgern. Beim BHC war er nicht immer. Bis zur C-Jugend trat er in einem herausragenden Team des Ohligser TV an. Zu diesem gehörten unter anderem die heutigen Bundesliga-Profis Alexander Weck (BHC) und Lukas Becher (HSG Wetzlar), mit denen er nebenbei auch noch Tennis bei Blau-Gelb Gräfrath spielte. Nach und nach wechselten alle zum leistungsorientierten BHC und traten später in der A-Jugend-Bundesliga an.

Der ganz große Traum ist Büscher im Anschluss verwehrt geblieben – es ging in die Reserve. „Ich fühle mich auch extrem wohl dort“, betont er. „Und mittelfristig wollen wir in die 3. Liga.“ Sein persönliches Ziel bleibt, so hoch wie möglich zu spielen. Glücklich ist er deshalb, dass er neben drei Einheiten mit seiner Zweiten auch bei den Profis dabei ist. „Das ist ein Privileg. Das Training auf dem Level bringt mich weiter.“ Sein Körper musste sich an die erhöhte Belastung erst einmal gewöhnen. „Inzwischen klappt das gut, und ich bin auch ganz zufrieden mit meinen Leistungen“, sagt der Sportler, zu dessen Markenzeichen ein Stirnband gehört. „Das ist aber mehr als ein Modeaccessoire. Trage ich das nicht, bekomme ich immer wieder Schweiß in die Augen.“

Ein Wirtschaftspsychologie-Studium bestimmt neben dem Handball aktuell sein Leben. Den Job bei „Flaschenpost“ hat er aufgrund des höheren Trainingspensums aufgegeben. Büscher: „Irgendwas muss ich mir aber suchen, denn ich würde gerne von zu Hause ausziehen.“ Vielleicht nach München? Zu Freundin Rahel ist er gerade für ein paar Tage gefahren. „Ich mag die Stadt sehr, aber sie ist etwas zu teuer. Ich habe Glück, dass meine Freundin mir gerne beim Handball zuschaut. Die meiste Zeit kommt sie zu mir.“

Die Nummer 17 hat Ben Büscher von seinem Vater Axel geerbt. Der hat einst bei GWD Minden gespielt, sich dann aber für eine Polizei-Karriere entschieden und Handball als Hobby betrieben. Mutter Carolin war früher ebenfalls aktiv, verbrachte aber in Büschers Jugend viel Zeit damit, ihn zwischen Training und Schule hin und her zu fahren. „Ohne sie hätte ich das gar nicht gepackt.“

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