American Football

Bei den Solingen Paladins stimmt nur die Leistung in der Defensive

Defensiv waren die Solingen Paladins gegen die Paderborn Dolphins über jeden Zweifel erhaben. Nur zwei gegnerische Touchdowns sind oft Basis für den Erfolg der Mannschaft.
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Defensiv waren die Solingen Paladins gegen die Paderborn Dolphins über jeden Zweifel erhaben. Nur zwei gegnerische Touchdowns sind oft Basis für den Erfolg der Mannschaft.

American Football: Zweitligist verliert 3:14 (3:7) gegen Paderborn. Jetzt kommen die Wochen der Wahrheit.

Die Solingen Paladins haben es verpasst, im letzten Heimspiel der Saison einen entscheidenden Schritt Richtung Zweitliga-Klassenerhalt zu machen.

Gegen die in dieser Football-Saison erst zwei Mal geschlagenen Paderborn Dolphins rieben sich die Klingenstädter im Angriff auf und blieben beim 3:14 (3:7) im gesamten Spiel ohne Touchdown. So reichte auch eine bemerkenswerte Abwehrleistung nicht, um die Hitzeschlacht vor etwa 900 Zuschauern erfolgreich zu gestalten.

„Die Defense hat sich gegen dieses Top-Team ein Extra-Lob verdient“, urteilte Cheftrainer Michael Tiedge nach der etwas bitteren Niederlage.
Dazu auch der Kommentar von Thomas Rademacher: Regel nicht ganz fair.

Felix Losch brachte in der ersten Halbzeit gleich mehrere Male den gegnerischen Quarterback zu Fall, Basiru Jobe stoppte den ballführenden Spieler mit harten Tackles, und Till Enstipp kam bei Paderborner Pässen dazwischen. All dies eröffnete den Solingern Chancen im Angriff.

Doch der lief diesmal gar nicht rund. Hatte Yannic Schorn im ersten Viertel noch ein Field Goal zum 3:0 erzielt, blieb die Offensive ansonsten weitgehend blass.

Der in vielen Begegnungen in dieser Saison überragende Moses Harris kam nur selten zu seinen gefürchteten Lauf-Spielzügen, und das Zusammenspiel von Quarterback Alexander Busch und seinen Passempfängern klappte auch nicht wie gewünscht. „Wir haben in vielen Bereichen die direkten Zweikämpfe gegen Paderborn verloren. Gerade im Line-Bereich waren die Dolphins häufig stärker, und unsere Receiver konnten sich nicht freilaufen“, haderte Offensive-Coordinator Marcus Blessmann.

Möglichkeiten zum Wechsel hatten die Paladins indes kaum. Vor allem ein Ausfall wog schwer. Jeremy Konzack hatte sich im Duell gegen die Langenfeld Longhorns eine Schulterverletzung zugezogen. Der Quarterback hatte zwar danach noch einmal gespielt, doch die Verletzung hat ihre Spuren hinterlassen, so dass die Solinger bis zum Saisonende ohne ihn auskommen müssen.

So kämpfte die Mannschaft zwar bis zum Schluss, aber zwei Touchdowns jeweils kurz vor dem Ende der beiden Halbzeiten konnte die starke Defense, aus der am Schluss Helge von Hagen-Hülsberg herausragte, nicht verhindern.

Die 3:14-Niederlage bedeutet weiterhin Spannung für den Abstiegskampf – einen Sieg aus den letzten beiden Auswärtsspielen (20. August in Hildesheim, 28. August in Essen) werden die Paladins voraussichtlich noch benötigen, um die Liga zu halten. „Wegen der Ausfälle darf ich mit meinen Spielern nicht meckern. Es heißt nun, den Blick gen Hildesheim zu richten“, meinte Tiedge. „Es sind die angekündigten Wochen der Wahrheit.“

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