Dolomitenmann

Becker weist die jüngere Konkurrenz in die Schranken

Mit neuem Boot und aktuellem Dolomitenmann-Shirt: Thomas Becker durfte auf seine Leistung stolz sein. Foto: Angelika Becker
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Mit neuem Boot und aktuellem Dolomitenmann-Shirt: Thomas Becker durfte auf seine Leistung stolz sein.

Beim Dolomitenmann bedarf es für die Teams der Vielseitigkeit.

Von Jürgen König

1995 hieß der Sieger in der Sportart-Einzelwertung Thomas Becker, 25 Jahre später hat er bewiesen, dass er noch nicht zum alten Eisen gehört. Beim Dolomitenmann in Lienz/Osttirol belegte das frühere Kanuslalom-Ass den achten Platz bei den Profis. „Das lief super“, freute sich Becker und konnte es deswegen auch etwas verschmerzen, dass sein Sunny-Sport-Team nach seinem Wechsel mit dem Kajak als 13. noch auf den 21. Platz durchgereicht wurde. Der abschließende Mountainbiker kämpfte mit Krämpfen, vor ihm und Becker waren bereits ein Bergläufer sowie ein Gleitschirmflieger bei diesem besonderen Wettbewerb an den Start gegangen.

Bereits zum siebten Mal war der Solinger bei dieser Konkurrenz mit 30 Profi- und 70 Amateur-Mannschaften. In beiden Bereichen (1996 Profis, 2017 Amateure) hatte Thomas Becker mit seinen Kollegen schon ganz oben gestanden, aber auch der jetzige Auftritt erfreute ihn. „Ich bin sehr zufrieden, schließlich sind meine Gegner 20 bis 25 Jahre jünger“, sagte der 53-Jährige, der sich als ehrgeizig erwies.

So hatte er sein Training auf drei bis vier Mal pro Woche ausgedehnt, was ihm angesichts des Ziels leicht fiel, und im Gegensatz zum Vorjahr lieferte ein neues Boot wertvolle Dienste auf der sechs Kilometer langen Strecke, die Prüfungen aus dem Kanuslalom enthielt – hierin hatte Becker 1996 mit Olympia-Bronze in Atlanta für einen herausragenden Coup gesorgt.

Auch diesmal konnte sich seine Leistung sehen lassen, auf der Drau und im Isel-Katarakt erreichte der letztjährige Amateur-Zweite bei den Profis locker seine Vorgabe mit einer Platzierung unter den Top 15 – und das mit nur rund zwei Minuten Rückstand auf den Sieger, in 2019 waren es noch sieben gewesen. Die Einordnung in die Kategorien erfolgt über eine Punktewertung, Becker & Co. rechtfertigten damit ihren „Aufstieg“. Der Sportshop, Namensgeber des Teams, übernahm Startgeld und Reisekosten – für den sechsfachen Solinger Sportler des Jahres zwischen 1991 und 2001 war es also ein voller Erfolg.

Anfrage für 2021 ist schon gestellt

Und das trotz Corona-Auflagen, die Starts außerhalb der Stadt und weniger Zuschauer zur Folge hatten. Im nächsten Jahr soll es wieder ein atmosphärisches Spektakel werden, die Anfrage an Thomas Becker wurde bereits gestellt. Dass der seit 2002 an einer Dormagener Gesamtschule tätige Lehrer und Anbieter von Wupper-Kanutouren diese bejaht, dürfte klar sein.

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