Handball

Bayer Leverkusen ist dann doch noch eine Nummer zu groß

Sandra Münch trägt wieder das Trikot des HSV – Stefan Bögel freut sich darüber ebenso wie über einen neuen Sponsor aus Hattingen. Foto: HSV
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Sandra Münch trägt wieder das Trikot des HSV – Stefan Bögel freut sich darüber ebenso wie über einen neuen Sponsor aus Hattingen.

Handball: Der HSV reaktiviert Sandra Münch und verliert den letzten Test vor dem Saisonstart mit 18:29 (11:16)

Von Lutz Clauberg

Es sah gut aus für den HSV Solingen-Gräfrath in der Ostermann-Arena. Der Zweitligist deckte aggressiv, landete erzwungene Balleroberungen, spielte vorne zumindest gefällig – bis zum 11:9 für den Erstligisten war von einem Klassenunterschied kaum etwas zu sehen. Dass am Ende die Werkselfen als 29:18 (16:11)-Sieger das Spielfeld verließen, hatte indes triftige Gründe.

Besonders schmerzhaft war die Tatsache, dass die am kommenden Samstag bei Werder Bremen offiziell geforderten Solingerinnen gleich sechs Mal von der Linie scheiterten. „Alleine vier Mal in der ersten Hälfte“, betonte Trainerin Kerstin Reckenthäler. „Das hat die ganze Mannschaft schon sehr verunsichert.“ Hinzu kamen zwei vergebene Konterchancen. „Wir belohnen uns nicht. Sonst hätten wir auch nur mit minus zwei in die Pause gehen können“, glaubte Reckenthäler. Schließlich stand die Abwehr über weite Strecken des ersten Abschnitts herausragend gut, wenngleich Vanessa Brandt große Probleme mit der sehr schnellen Lilli Holste hatte.

In toller Verfassung präsentierte sich Torhüterin Natascha Krückemeier. An ihr lag es nicht, dass Bayer mit der super-schnellen Mariana Lopes im Angriff und einer sattelfesten offensiven Abwehr-Formation den HSV vor unlösbare Probleme stellte. 21:12 hieß es nach 35 Minuten, Reckenthäler versuchte mittels einer Auszeit das Schlimmste abzuwenden – aber die Luft war eigentlich zu diesem Zeitpunkt schon fast raus. „Leverkusen ist ein gestandener Erstligist“, relativierte Reckenthäler die klare Niederlage und weist auf „gute Ansätze“ hin. Zum Beispiel bei Luca Tesche, die nach einem kleinen Formtief im Rückraum mutig dagegenhielt. Merit Müller erwies sich einmal mehr als sichere Konstante auf Rechtsaußen. Die 18 Jahre alte Kreisläuferin Nele Weyh deutete ihr Talent an und ist zumindest vorne eine Alternative für Carina Senel.

Team-Managerin Sandra Münch feierte in Leverkusen ihr Comeback. „Wir mussten aufgrund der Ausfälle reagieren“, erläuterte HSV-Boss Stefan Bögel die Nachverpflichtung. „Sunny“, die Zwillingsschwester von Spielmacherin Mandy Reinarz, spielte einige Minuten auf Linksaußen – unauffällig. „Sie hat ein Jahr keinen Ball in der Hand gehabt und braucht noch Zeit“, findet Reckenthäler.

HSV: Krückemeier, Fahnenbruck; Brandt (5, 2), Müller (4), Tesche (4), Nanfack (2), Karathanassis (1), Polsz (1), Penz (1), Reinarz, Senel, Weyh, Münch

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