Handball

Aufstiegsserie: Einiges spricht für den nächsten großen Schritt des BHC

Ramona Ruthenbeck (BHC) ist guter Dinge.
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Ramona Ruthenbeck (BHC) ist guter Dinge.

Handball-Frauen-Regionalliga

Von Lutz Clauberg

Großes vor hatte dereinst Michael Kölker beim HSV Solingen-Gräfrath. Der Unternehmer avancierte 2011 zum starken Mann beim damaligen Drittligisten. Man definierte gemeinsam den Zweitliga-Aufstieg als klares Ziel. Das teure Unterfangen scheiterte krachend. Die HSV-Verantwortlichen beendeten die disharmonische Zusammenarbeit und wagten sich ab 2015 an einen kniffligen Neuaufbau. Mit Glück, Geschick und riesigem Engagement gelang auch ohne Kölker der Sprung Liga 2.

Dieser schob beim Bergischen HC ein neues Projekt an. Mit überragendem Erfolg. Am Standort Kanalstraße investierte er sieben Millionen Euro in sein 2020 eröffnetes Leistungszentrum, das die BHC-Profis ebenso nutzen wie die Frauen- und Mädchenabteilung. Mit Max Ramota gibt es seit 2018 einen hauptamtlichen Verantwortlichen. Der Nachwuchs feiert längst tolle Erfolge, die Frauen sind 2022 in der viertklassigen Regionalliga angekommen.

Der Weg ging steil nach oben: 2017 aus der Kreis- in die Bezirksliga, 2018 in die Landesliga; 2019 in die Verbandsliga; 2020 in die Oberliga. Der nächste Aufstieg wurde wegen des Abbruchs der Spielzeit 2020/21 auf das Jahr 2022 verschoben. Seit 2016/17 holte der BHC 211 von 230 Punkten. Vieles deutet darauf hin, dass die Durchstarter auch 2023 den nächsten Schritt dorthin machen, den Michael Kölker schon lange im Sinn hat.

Interessantes Duellgleich zum Auftakt

Lars Faßbender, seit 2019 in der Verantwortung und zuvor acht Jahre beim TB Wülfrath auf der Trainerbank, steht ein hochwertiger Kader mit der ehemaligen Zweitliga-Torjägerin Ramona Ruthenbeck Verfügung, der kaum einen anderen Schluss zulässt. Der Wermelskirchener bleibt dennoch auf dem Teppich. Trotz teilweiser überragender Ergebnisse in der Vorbereitung. Trotz der Aufstiegsserie. Trotz großer Erwartungen. „Wir wollen auch in der Regionalliga jedes Spiel gewinnen“, sagt er zwar. „Aber ich kenne die Liga noch nicht wirklich.“ Bis zur Herbstpause stehen interessante Paarungen an, danach erst möchte er eine Wasserstandsmeldung abgeben. Zum Auftakt spielt der BHC am Samstag beim laut Faßbender prominent verstärkten HC Gelpe/Strombach, in Runde zwei treffen Gelpe und die ebenfalls ambitionierte Turnerschaft St. Tönis aufeinander. Faßbender: „Vielleicht wissen wir dann schon mehr.“

Kader: Ina Federschmidt, Lisa Fahnenbruck (HSV), Sabine Naßenstein; Nadia Abu Rajab (LTV Wuppertal), Laetitia Karsch, Stefanie Möller, Julia Kerber (Atlandesberg), Lea Albers, Annalena Welsch, Johanna Franz (alle Königsdorf), Ramona Ruthenbeck, Felicia Seher, Laura Winkelhoch, Maike Prehn, Daria Blume, Sina Pilgram, Laura Sosnierz, Alena Lambertz (Fortuna Köln) und Pauline Decker (A-Jugend) sowie die Noch-A-Jugendlichen Florentine Bauer, Julia Barth (beide zuvor HSV) und Lucy Krawinkel

Abgänge: Annabel Martin, Isabelle Kramer (beide unbekannt), Jana Doevenspeck (BHC II), Sina Meyer, Nele Ahlendorf (beide Überruhr), Sharelle Maarse (Niederlande)

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