Fußball

Aufstiegsrunde rückt näher und sorgt weiter für Kritik

1. FC Solingen - BV Gräfrath
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Den Sprung nach oben in die Bezirksliga möchten sowohl Dennis Malura (l.) mit dem 1. FC Solingen als auch Fabian Schulten mit dem BV Gräfrath schaffen.

Fußball-Kreisliga A: Zwei Solinger Teams haben ihren Platz schon sicher, drei andere werden um diesen kämpfen und bereiten sich darauf intensiv vor.

Von Moritz Jonas

Ab dem 20. Februar geht es in der Solinger Kreisliga A in die heiße Phase. An den letzten beiden Sonntagen des Monats entscheidet sich, wer aus der 20er-Liga in die jeweils zehn Mannschaften starke Auf- und Abstiegsrunde kommt. Anschließend spielen alle Teams einmal gegeneinander. Die gesammelten Punkte und Tore aus der ersten Halbserie werden dabei auf Null zurückgesetzt. Diese Regelung sorgt gewiss nicht überall für Freudensprünge.

BV Gräfrath: Die Mannschaft von Sascha Schulz kann den beiden verbleibenden Spielen der Hinserie gelassen entgegensehen. Die Gräfrather sind als eines von zwei Solinger Teams bereits für die Aufstiegsrunde qualifiziert. Ein Grund, um die Füße hochzulegen, ist das für Trainer dennoch nicht: „Wir müssen unsere beiden Spiele gewinnen und die Halbserie bestmöglich abschließen.“ Danach ist das ausgegebene Ziel ganz klar der Aufstieg in die Bezirksliga.

Am Ende möchte sich der BVG nicht vorwerfen lassen müssen, nicht alles für dieses Ziel getan zu haben. Deshalb wird die Trainingsintensität vor der Rückrunde auch erhöht. Vier bis fünf Einheiten soll es in der Woche geben, bevor die Saison wieder aufgenommen wird. Auch der Kader wurde bereits verstärkt. Mittelfeldspieler Alexander Nauß kam vom Bezirksligisten SV Bayer Wuppertal zum Flockertsholz, Samuel Scheele vom VfB. Zudem ist der A-Jugendliche Felix Tessmer fest in der 1. Mannschaft eingeplant.

Dersimspor: Für den Tabellensiebten ist die Qualifikation zur Aufstiegsrunde bei sieben Zählern Vorsprung auf den elften Platz ebenfalls ein Fakt. In den letzten sieben Pflichtspielen konnte allerdings nur ein Sieg eingefahren werden. Zweifel, nicht unter den besten zehn Teams der Liga zu landen, kamen dennoch nicht auf. „Jeder, der die Mannschaft kennt, stellte sich diese Frage gar nicht erst“, zeigt sich Co-Trainer Nedat Aslani überzeugt gestimmt.

In der schlechten Phase vor Weihnachten sei die Mannschaft einfach durch Coronafälle und damit einhergehende fehlende Fitness gebeutelt gewesen, ordnet Aslani die Krise ein. Deshalb soll die Winterpause nun genutzt werden, um das Niveau vom Beginn der Saison wieder zu erreichen, als man zwölf Spiele lang ungeschlagen blieb und die Tabelle anführte.

TSV Solingen II: Den letzten zur Aufstiegsrunde berechtigenden Platz hat aktuell Michael Sagorskis Truppe inne. Dieser soll nun mit aller Macht verteidigen. „Wir wollen das über die Ziellinie retten“, sagt der Trainer. Das Potenzial, dies zu schaffen, sieht der Coach als absolut gegeben. Es sei eine gute Mannschaft, die einiges erreichen könne, wenn sie frei von Verletzungen bliebe, so der Trainer.

Deswegen wird auf der Höher Heide auch weithin auf den Kader der Hinrunde gesetzt: „Wir wollen auf die Jugend bauen“, erklärt Sagorski.

TG Burg: Dem ersten Verfolger auf die Plätze zur Aufstiegsrunde fehlen aktuell gerade einmal zwei Pünktchen. Mit dem Erreichen der Aufstiegsrunde würde sich die TG, die in einem vorgezogenen Spiel schon am 13. Februar beim SSV Berghausen II gefordert ist, ganz schnell sämtlicher Sorgen entledigen. „Wir dürfen nicht vergessen, dass wir immer noch ein Aufsteiger sind“, meint Trainer Dominique Molinari. „Wenn wir unter die ersten Zehn kommen, wäre das der Klassenerhalt im Februar und ein riesiger Erfolg.“

Darum werde seine Mannschaft auch alles versuchen, um die offenen sechs Punkte noch zu holen. In der eigenen Hand habe man es sowieso nicht mehr. Gleichzeitig hegt er aber auch Zweifel am Spielsystem: „Für uns ist das sicher ein Vorteil. Aber Mannschaften wie Inter Monheim hatten gar keine Chance, sich etwas zu erarbeiten. Trotz einer überragenden Hinrunde“, gibt Molinari zu bedenken.

Dabei helfen, den bestmöglichen Ertrag in dieser Saison zu erzielen, sollen auch die drei Neuzugänge Philipp Mähner (Gräfrath), Christopher Nötza (Britannia) und der Argentinier Alejandro Mazza. „Der Kontakt zu Alejandro entstand über einen unserer Spieler. Er lebt jetzt in Solingen, und wir wollen ihm helfen, hier fußballerisch Fuß zu fassen“, sagt Molinari.

1. FC Solingen: Fuß fassen in dieser Saison möchten auch die Schaberger. Vor der Spielzeit war das Ziel, oben mitzuspielen. Nun muss man in den letzten beiden Spielen darum kämpfen, dass dieses Vorhaben nicht schon im Frühjahr zu einem Ding der Unmöglichkeit wird. „Die sechs Punkte sind Pflicht“, fordert Trainer Dennis Malura, der im Laufe der Hinrunde von Ganija Pjetrovic übernahm.

Sollte der 1. FC den Sprung in die Top Ten nicht mehr schaffen, wäre die Saison bereits jetzt vor die Wand gefahren, meint der Spielertrainer. Deshalb könnten sich seine Jungs auch auf eine harte Vorbereitung einstellen.

Testspiel: Dersimspor hat am vergangenen Wochenende schon seine erste Partie der Vorbereitung absolviert und unterlag beim SV Kurdistan Düren, dem Tabellenführer der Bezirksliga-Gruppe 3, durch drei späte Tore mit 0:4 (0:1).

Ausblick: In einer der nächsten Ausgaben blicken wir auch auf die Solinger Teams der Kreisliga A, die in der Abstiegsrunde um den Klassenerhalt kämpfen werden.

Tabelle Kreisliga A

1. Inter Monheim 17 77:24 44

2. SSV Lützenkirchen 17 68:23 41

3. Tuspo Richrath 17 57:16 40

4. BV Gräfrath 17 61:29 37

5. GSV Langenfeld 17 60:30 34

6. SSVg 06 Haan 17 50:29 34

7. Dersimspor Solingen 17 41:31 33

8. BV Berg. Neukirchen 17 46:40 30

9. HSV Langenfeld II 17 51:29 29

10. TSV Solingen II 17 37:33 28

11. TG Burg 17 38:32 26

12. 1.FC Solingen 17 46:36 25

13. SC Leichlingen 17 34:37 23

14. SSV Berghausen II 17 28:48 16

15. Genclerbirligi Opladen 17 24:52 13

16. Post SV Solingen 17 27:54 12

17. VFL Witzhelden 17 22:74 11

18. TSV Solingen III 17 28:47  8

19. VfB Langenfeld 17 22:77  3

20. DV Solingen II 17  7:83  3

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