Handball

Aufderhöher Geisterspiele im Heiligenstock

Niklas Dörner und der TSV wollen auch ohne Zuschauer punkten.
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Niklas Dörner und der TSV wollen auch ohne Zuschauer punkten.

Der Zweitligist HSV Solingen-Gräfrath ist in Göppingen nur Außenseiter.

Von Lutz Clauberg

Der HSV möchte vor Publikum eine gute Leistung zeigen.

Der HSV Solingen-Gräfrath hat sich in der 2. Bundesliga ein herausragendes Punktepolster erspielt – ausnahmslos gegen Mannschaften, die in der aktuellen Tabelle nicht viel zu bestellen haben: Nord-Harrislee ist Zehnter, Leipzig Zwölfter, Herrenberg rangiert als 13. vor Bremen, Wuppertal und Schlusslicht Aldekerk. Die einzige Niederlage kassierte der Vierte mit seinen 11:3-Zählern beim Zweiten Füchse Berlin. Dazwischen rangiert mit Frisch Auf Göppingen (beide 12:2) einer von drei starken Erstliga-Absteigern. In der EWS-Arena – besser bekannt als Hohenstaufenhalle – gibt der HSV am Samstag seine Visitenkarte ab. Angeworfen wird um 19 Uhr.

Göppingen machte mit zwei besonderen Ergebnissen auf sich aufmerksam: Das 37:23 gegen den guten Aufsteiger ESV Regensburg verwundert ebenso wie das arg deutliche 21:33 zum Auftakt gegen Spitzenreiter VfL Waiblingen. Daraus resultieren freilich die einzigen Minuspunkte. „Wir brauchen wieder ein gutes Spiel, unabhängig vom Ergebnis“, sagt Trainerin Kerstin Reckenthäler. Sie setzt auf bessere Entscheidungen und vor allem auf eine bessere Wurfausbeute als zuletzt beim Unentschieden gegen Nord Harrislee. „Und unangreifbar ist Göppingen trotz des starken Kaders nicht. Gegen Lintfort haben sie sich auch schwer getan.“ Personell gibt es keine Veränderungen, weil Jule Polsz und Lara Karathanassis weiter nicht zur Verfügung stehen.

Der TSV Aufderhöhe, auch am kommenden Mittwoch (10. November) um 20 Uhr gegen Borussia Mönchengladbach im Einsatz, bestreitet seine Heimspiele (und die Übungseinheiten) in der Sporthalle Heiligenstock. Zuschauer sind dort nicht zugelassen. Am Samstag kommt mit dem VfB Homberg ein Gegner, der laut Heino Kirchhoff mit unterschiedlichen Besetzungen aufgelaufen ist. „Das macht die Sache in der Vorbereitung kompliziert“, sagt der Trainer. So oder so ist er guter Dinge, zumal seine Mannschaft sehr emsig und vor allem vollzählig bei der Sache sei. Kirchhoff: „Konkurrenzkampf ist immer gut.“ Der Sieg in Hiesfeld habe der Mannschaft gut getan. „Sie hat gesehen, dass sie in der Oberliga nicht nur mithalten, sondern auch gewinnen kann.“ Gegen Homberg wolle man nun nachlegen. „Wenn wir in der Liga bleiben wollen, müssen wir gewinnen.“ Er hofft, dass Linksaußen Sebastian Pepke wieder dabei sein kann.

Der Bergische HC hat mit den Frauen am Sonntag den starken Turnverein Witzhelden zu Gast. „Wir wollen den Sieg gegen Düsseldorf bestätigen, unsere Hausaufgaben machen und gewinnen“, sagt Trainer Lars Faßbender kurz und bündig. Der Tabellenführer baut wieder auf Stefanie Möller, die A-Jugendlichen – direkt im Anschluss gefordert – werden nicht eingesetzt.

„Die Leichtigkeit fehlt, auch uns.“

Max Klemm (BHC III) zur Corona-Vorbereitung

Der HSV Solingen-Gräfrath II spielt bei den Bergischen Panthern. „Wir müssen unser Harzproblem abstellen“, sagt Trainer Alexander Braun. Auch in Hilgen dürfen nämlich – wie in so vielen Oberliga-Sportstätten nicht – zum Leidwesen des HSV keine Haftmittel benutzt werden. Sein Plan lautet: „Über unsere schon gegen Lobberich gute Abwehr ins Tempo kommen.“

Turnerbund-Coach Robert Heinrichs freut sich auf die starke SG Überruhr, vor allem auf das Wiedersehen mit Philipp Pöter. Mit dem, so Heinrichs, besten Spieler der Verbandsliga hat er einst gemeinsam in Düsseldorf gespielt. „Er ist ein Riesen-Typ.“ Gegen Überruhr sah der STB in zwei Duellen unter Heinrichs’ Regie gut aus, darauf baut der Coach.

Und plötzlich ist der TSV Aufderhöhe II Erster. „Nach fünf Landesliga-Spieltagen mit drei Verlustpunkten allein oben zu stehen, spricht für eine sehr ausgeglichene Liga“, sagt der selbst überraschte Andreas Brüser. „Richtig gut gespielt haben wir ja bislang nicht.“ Top-Favorit ist für ihn immer noch die HSG Rade/Herbeck: „Wenn sie komplett sind.“ Am Samstag um 16 Uhr geht es gegen die Rader, die als Dritter wie die ganz starken Vohwinkler, der OTV, der Wermelskirchener TV und der TV Witzhelden 6:4-Zähler auf dem Konto haben. Brüser hofft, dass der bärenstarke Linkshänder Christian Majeres seinen Saisoneinstand feiert.

Der WMTV (Platz acht; 5:5) spielt gegen die punktgleiche DJK Unitas Haan II (Platz neun). „Bei einigen Mannschaften ist der Wurm drin, keiner ist konstant“, sagt Marc Riehmer zur Lage in der Liga. Er hat Vohwinkel als Titelkandidaten auf dem Schirm, seine Mannschaft müsse aufpassen, nicht unten reinzurutschen. „Deshalb ist ein schnelles Erfolgserlebnis wichtig.“

Der Vierte Ohligser TV trifft auf den Zehnten Bergischer HC III (5:5). Leszek Hoft baut auf mehr Personal als bei der 26:29-Niederlage in Haan – und begründet auch so die Aufs und Abs bei seiner Truppe und in der Liga generell. „Und die zweiten Mannschaften werden oft von oben verstärkt, wenn es zeitlich passt“, sagt der Trainer. Max Klemm (BHC III) vermutet, dass bei vielen Teams aufgrund der Corona-Vorbereitung die Automatismen noch nicht da sind: „Die Leichtigkeit fehlt, auch uns.“ Er erwartet ein spannendes Derby. Und; „Konstanz ist gefragt.“ Und genau die fehlt aktuell der kompletten Liga. Konsequent (schlecht) agiert nur Hückeswagen. Der ATV hat noch keinen Punkt ergattert.

Handball

Verlegt 1: Das Oberliga-Topspiel zwischen den heißen Favoriten Borussia Mönchengladbach und Bergischer HC II wurde bereits frühzeitig auf Wunsch von Trainer Mirko Bernau verlegt: vom Wochenende 6./7. November auf den übernächsten Freitag (19. November). Anwurf in der Jahnhalle ist um 20 Uhr.

Verlegt 2 & 3: Wegen Lehrgangsmaßnahmen geht das für Sonntag (7. November) vorgesehene A-Jugend-Bundesligaspiel Bergischer HC gegen Tusem Essen am 17. November in der Klingenhalle über die Bühne (Anwurf 18.45 Uhr). In der Männer-Bezirksliga spielt der HSV am Montag (20.20 Uhr) im Kannenhof gegen den BHC IV.

3. Liga: In der Staffel D ist am Wochenende nur ein Spiel angesetzt: Die Bergischen Panther treffen am Freitag um 20 Uhr in Hilgen auf die SG Schalksmühle. Jonas Kämper, bis Mai Top-Torjäger bei der BHC-A-Jugend, ist beim Tusem II bestens angekommen. Zuletzt markierte er acht Treffer beim 33:33 in Gensungen.

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