Handball

Auf dem Papier spricht alles für den HSV

Der HSV Solingen-Gräfrath möchte am Freitag die ersten Punkte des neuen Jahres einfahren und nach Möglichkeit auch die Tabellenführung verteidigen.
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Der HSV Solingen-Gräfrath möchte am Freitag die ersten Punkte des neuen Jahres einfahren und nach Möglichkeit auch die Tabellenführung verteidigen.

2. Bundesliga: Die Kurpfalz Bären kommen am Freitag in die Klingenhalle.

Von Lutz Clauberg

Das Gummersbacher Gespann Marvin Cesnik und Jonas Konrad pfeift am Freitag das erste Zweitliga-Spiel des Jahres 2023 an. Um 18.30 Uhr startet die Partie zwischen dem HSV Solingen-Gräfrath und den Kurpfalz Bären in der Klingenhalle. Die Solingerinnen sind Tabellenführer, die Kurpfalz Bären aus Ketsch rangieren auf dem 14. Platz.

Die Zahlen sprechen für einen Favoritensieg. Der HSV hat ein einziges Spiel verloren – und zwar in Runde zwei, einigermaßen überraschend in Sachsen beim HC Rödertal mit 25:27. Fortan standen nur noch drei Punkteteilungen zu Buche – ausnahmslos gegen gute (Leipzig) bis sehr gute (Regensburg und Göppingen). Insgesamt sieben überzeugende und weniger überzeugende Siege ebneten den Weg an die Spitze. Mit Maßarbeit: Das herausragende 36:23 bei der SG Schozach-Bottwartal reichte, um dem punktgleichen ESV Regensburg nur die erste Verfolger-Rolle zu überlassen. Die mehr erzielten Tore – 319 gegenüber 312 – sind das Kriterium. Mit Göppingen, Buchholz-Rosengarten und Nord Harrislee (alle 16:6-Punkte) folgt ein Trio, das nur einen Zähler weniger auf dem Konto hat. Chancenreich sind außerdem die Füchse Berlin (14:8), bei denen der HSV eine meisterhafte Top-Leistung ablieferte.

Die 20-jährige Lucy Jörgens bleibt dem HSV für eine weitere Saison erhalten.

Ketsch (5:17) lieferte wenig. „Aber sie haben vor Weihnachten gegen Nürtingen gewonnen und davor in Rosengarten nur mit drei Toren verloren“, sagt Trainerin Kerstin Reckenthäler. „Vorsicht ist definitiv geboten. Das bestätigen ja auch die Ergebnisse in der Liga Woche für Woche.“ Mit Arwen Gorb kam bei Ketsch eine Nachverpflichtung mit Shooter-Qualitäten hinzu. „Als Favorit werden wir auf dem Papier ins Spiel gehen, aber ich glaube nicht, dass wir Ketsch unterschätzen. Die Favoritenrolle liegt uns ohnehin ja nicht so.“

Im Fernduell mit Regensburg – die Bayern empfangen am Samstag den TuS Lintfort – könnten die Rahmenbedingungen besser sein, findet Manager Stefan Bögel. Das Hallenfußball-Masters von und mit dem SV Solingen am Samstag machte die Verlegung auf den Freitag nötig, zumal ein Heimrechttausch mit den Kurpfalz Bären nicht klappte: Auch dort wird Hallenfußball gespielt. Eine Kröte muss der HSV jedoch zähneknirschend schlucken: Die Vortribüne steht ausnahmsweise nicht zur Verfügung.

In Sachen Personal hat das Team bis dahin alle Klippen überspringen können. Aktuell ist die Kreisläufer-Position das große Sorgenkind. Carina Senels verletzte Wade lässt einen Einsatz im Januar auf keinen Fall zu. Lina Seiffarths Künste werden trotz eines lädierten Fußes auch anderweitig benötigt: Sie mischt mit bei der Niederrheinauswahl, die zwischen dem 5. und 8. Januar in Baden-Württemberg beim Deutschland-Cup an den Start geht. Am Freitag würde sie in der Klingenhalle für den Notfall bereitstehen und am Samstag zurück zum Deutschland-Cup fahren, berichtet Recken-thäler. Dafür deutet sich das Comeback von Nele Weyh an. Sie war allerdings lange außer Gefecht, ihr letztes Spiel absolvierte sie in Runde vier am 8. Oktober beim 27:22-Erfolg in Mainz-Bretzenheim. Recken-thäler: „Bei 100 Prozent ist sie bestimmt nicht.“ Pia Adams ist nach einer Grippe angeschlagen.

Lucy Jörgens

Die 20-Jährige hat ihren Vertrag beim HSV Solingen-Gräfrath vorzeitig bis zum 30. Juni 2024 verlängert. „Sie ist für uns ein enorm wichtiger Baustein für die Zukunft. Für mich war die Entscheidung eine Herzenssache“, sagt Manager Stefan Bögel. Jörgens betont: „Eine Verlängerung beim HSV war ganz klar meine erste Option.“

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