Mein Blick auf die Woche im Sport

Arena: Ist der Weyersberg nicht mehr erste Wahl?

tom
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thomas.rademacher@solinger-tageblatt.de

Die Standortfrage der Arena Bergisch Land bleibt spannend, meint ST-Sportredakteur Thomas Rademacher.

Im Januar soll es Neuigkeiten zur geplanten Arena Bergisch Land geben. Das hat Jörg Föste in der Löwenzeit, dem BHC-Podcast von Radio RSG und Tageblatt, erzählt. Der Geschäftsführer von Handball-Bundesligist Bergischer HC wollte nicht in die Details gehen, betonte aber: „Es wurde sehr professionell gearbeitet. Wir sind mit einbezogen worden, und man muss das nicht zu skeptisch sehen.“ In diesem Zusammenhang korrigierte er die Nachfrage, ob es um die Machbarkeit der Halle am Weyersberg ginge und sagte: „Es geht darum, die Umsetzung einer Veranstaltungshalle zu prüfen – in Solingen.“ Das lässt freilich Raum für Spekulationen.

Denn von Anfang an wurde die Standortfrage kritisch beäugt. Aus Umweltschutzgründen, aber vor allem auch aufgrund der Verkehrsanbindung. All dies und mehr gehört zum vor einigen Monaten begonnenen Prüfprozess, den der Stadtrat im Februar 2022 beschlossen hat. Haben sich die Vorbehalte gegen den Weyersberg also erhärtet?

Mal angenommen, das wäre so: Die Arena wäre damit nicht vom Tisch. Vor allem dann nicht, wenn andere Prüfungen positive Ergebnisse zutage bringen – also zum Beispiel die wirtschaftliche Sinnhaftigkeit, eine moderne Sportstätte zu bauen, statt die marode Klingenhalle zu sanieren und – falls dies überhaupt denkbar ist – an Bundesliga-Standards anzupassen.

Besteht also die Hoffnung, dass es bereits einen Plan B gibt? Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Es ist genauso gut möglich, dass die Standortfrage neu gestellt wird. Denkbar sind gewiss viele Grundstücke, bei denen auch der Widerstand seitens der Anwohnerschaft geringer wäre. Der Weyersberg bietet die Chance, die Arena perfekt in die Innenstadt einzubinden. Aber die Zufahrt zur Klingenhalle ist bei Bundesligaspielen schon jetzt teilweise mühsam.

Welche Alternativen bieten sich an? Bodlenberg-Ost und -West an der Bonner Straße in Solingen-Ohligs gehörte schon häufiger zu den Favoriten, wenn es um Baufragen ging. Das einst geplante Kombi-Bad war dort genauso im Rennen wie ein neuer Kunstrasen-Fußballplatz. Positiv ist die Nähe zur Autobahn. Zu den favorisierten Grundstücken des Bades gehörten auch die Gebiete Neuenhaus in Höhscheid sowie Buschfeld am Rand des Ittertals. Letzteres soll aber landwirtschaftlich genutzte Fläche bleiben.

Egal, welche Entscheidung letztlich fällt, das Schicksal des Kombi-Bades sollte die Arena nicht teilen. Dieses wurde schließlich nie gebaut. Um Spitzensport in Solingen zu halten, muss aber definitiv etwas passieren.

TOP Fußball: Das Hallenmasters feiert sein Comeback mit allen relevanten Mannschaften der Stadt.

FLOP Handball: In der Bundesliga-Rückrunde findet kein BHC-Spiel in der Klingenhalle statt. Aus Solinger Sicht ist das bitter.

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