Schach

L'Ami will seine bemerkenswerte Serie ausbauen

In der Ruhe liegt die Kraft bei Erwin L'Ami. Dieses Rezept geht für den Niederländer derzeit hervorragend auf.
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In der Ruhe liegt die Kraft bei Erwin L'Ami. Dieses Rezept geht für den Niederländer derzeit hervorragend auf.

Schach-Bundesliga: Die SG Solingen ist von Freitag bis Sonntag gleich drei Mal gefordert.

Von Thomas Rademacher

Erwin L'Ami ist ein Dauerbrenner bei der Schachgesellschaft Solingen. Auf die Dienste des niederländischen Großmeisters können die Klingenstädter in nahezu jedem Bundesliga-Wettkampf zählen. Und wenn er dabei ist, liefert er auch. Der 37-Jährige hat am Wochenende die Gelegenheit, eine bemerkenswerte Serie noch weiter zu verbessern. Dafür ist allerdings noch etwas mehr Konzentration gefragt als sonst: Die SG tritt in Mülheim ausnahmsweise an drei aufeinanderfolgenden Tagen an.

Hintergrund ist das einzustreuende Match gegen den Reisepartner. Der SV Mülheim Nord und die Solinger sind an den Wettkampf-Wochenenden stets gemeinsam gegen dieselben Kontrahenten gefordert, müssen sich irgendwann aber auch auf einen Termin gegeneinander einigen. Das Duell steigt am Freitag ab 16 Uhr, am Samstag (14 Uhr) treffen die Klingenstädter auf den SV Deggendorf, am Sonntag (10 Uhr) geht es gegen den Münchener SC. Alle drei Teams gehören nicht zu den Meisterschaftsfavoriten, haben aber das Potenzial, der SG das Leben sehr schwer zu machen.

Wenn es nach Erwin L'Ami geht, wird dies freilich nicht geschehen. Der Niederländer ist in diesem Kalenderjahr in der Bundesliga noch ungeschlagen. Aus 15 Partien holte er elf Punkte und ist damit konstantester Solinger. „Ich hoffe, er setzt seine Serie fort“, sagt SG-Vorsitzender Oliver Kniest und lässt mit dieser Aussage durchblicken, dass L'Ami am Wochenende dabei sein wird. Gewiss ausfallen werden Jorden van Foreest und Max Warmerdam, die für die niederländische Nationalmannschaft im Einsatz sind.

Zufrieden wäre Kniest mit vier von maximal sechs Tabellenpunkten aus den drei Wettkämpfen. „Alles Weitere wäre Bonus“, sagt der SG-Chef, der dem Team in allen Auseinandersetzungen Chancen einräumt. Zum Auftakt gegen Mülheim sind die Solinger leichter Favorit. Seit einigen Jahren treten die Mülheimer finanziell etwas kürzer, haben aber im Tschechen David Navara und deutschen Nationalspieler Daniel Fridman immer noch starke Spieler an den Brettern.

Aufsteiger Deggendorf hat sich an den ersten Spieltagen gut geschlagen und wäre gegen Vizemeister Viernheim sogar fast zum Remis gekommen. „Der 4,5:3,5-Sieg für Viernheim war etwas schmeichelhaft. Lange schien ein Punktverlust wahrscheinlich“, beschreibt Kniest. Stärkster Gegner dürfte zum Abschluss am Sonntag der Münchener SC sein. „Wenn sie so gut besetzt sind wie am ersten Wochenende, ist ein ausgeglichener Kampf zu erwarten.“

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