Baseball

Alligators verspielen den Play-off-Einzug

Dustin Hughes führte seine Alligators im zweiten Duell offensiv an. Sein Homerun stellte die Weichen bis kurz vor Schluss auf Sieg. Dann schlug Dohren eiskalt zurück. Foto: Mathias M. Lehmann
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Dustin Hughes führte seine Alligators im zweiten Duell offensiv an. Sein Homerun stellte die Weichen bis kurz vor Schluss auf Sieg. Dann schlug Dohren eiskalt zurück.

Baseball-Bundesliga: Solinger unterliegen in Dohren 3:15 und 4:5.

Von Thomas Rademacher

Mit vier Siegen in Serie waren die Alligators in die kurze Baseball-Saison gestartet. Der Einzug in die Play-offs schien nur Formsache zu sein. Sieben Niederlagen später steht nahezu fest, dass die Solinger Baseballer in ihrer 19. Bundesliga-Saison zum ersten Mal überhaupt das Viertelfinale verpassen werden. Nach 3:15- und 4:5-Niederlagen bei den Dohren Wild Farmers ist der vierte Platz in der Nordgruppe nur noch theoretisch erreichbar. „Die Saison können wir abhaken“, haderte Alligators-Routinier Nils Hartkopf angesichts der beiden bitteren Pleiten.

Gerade das zweite Duell ließ die Alligators frustriert zurück. Werfer-Zugang Sam Springer absolvierte eine tolle Partie, kassierte bis zum neunten Durchgang nur einen Gegenpunkt. Die Solinger hingegen kämpften sich in das Duell hinein. Nach einem Treffer von Jake MacDonald brachte Dustin Hughes seine Farben mit einem Homerun über den Centerfield-Zaun mit 2:0 in Führung. Kurz vor Schluss legten Brandt Holland und erneut Hughes die entscheidenden Schwünge zum 4:1 nach.

Drei Aus fehlten den Gästen noch, um einen Sieg mit nach Solingen zu nehmen. Dohren brachte aber zwei Spieler auf Base, und Sebastian Jaap glich die Partie per Homerun zum 4:4 aus. „Das war mental natürlich hart. Gerade hatten wir das Gefühl, wieder zurück zu sein, und dann kam dieser Nackenschlag“, sagte Hartkopf enttäuscht. In der Verlängerung konnten die Alligators nicht nachsetzen, stattdessen griff Dohren an. Unter Druck funktionierte die Verständigung zwischen Springer und seinem Catcher MacDonald nicht. Der fing den Wurf des Pitchers nicht, der Ball flog nach hinten, und Alejandro Hiraldo Gomez erhielt damit den Freilauf zum 5:4-Sieg der Gastgeber.

„So sehr wir uns über uns selbst ärgern müssen, war das auch ein schlimmer Auftritt der Unparteiischen“, fand nicht nur Hartkopf, sondern wurde darin auch vom Alligators-Vorsitzenden Peter Niemeyer unterstützt. So hatten die Schiedsrichter MacDonald vor der entscheidenden Szene eine kurze Unterbrechung verweigert. Auf der Suche nach einer Begründung flog MacDonald im Nachgang noch vom Feld. Hartkopf und Trainer Wayne Ough hatte es in ähnlicher Form bereits früher erwischt. „Da war keine Beleidigung im Spiel. Wir wollten aber Erklärungen für Entscheidungen haben. Die Dohrener haben das die ganze Zeit gemacht und wurden nicht bestraft“, erläuterte Hartkopf.

Die größere Unzufriedenheit herrschte aber angesichts der eigenen Leistung, die im ersten Spiel des Tages überhaupt nicht ausgereicht hatte. Lediglich vier Treffer landete die Truppe bei der 3:15-Niederlage. „Ich weiß nicht, was es ist, aber irgendwas fehlt uns derzeit einfach“, fand Hartkopf. Sogar MacDonald und Holland, die offensiv überragend in die Saison gestartet waren, mussten sich in Dohren mit insgesamt drei Treffern zufrieden geben – zu wenig, um ein Team anzuführen.

Die Play-offs haben die Alligators damit quasi verpasst. Um diese noch zu schaffen, wären nicht nur zwei Siege über Berlin am kommenden Wochenende bei gleichzeitiger Schützenhilfe der Konkurrenz nötig, das ausgefallene zweite Spiel gegen Köln müsste zudem noch nachgeholt und gewonnen werden. „Danach sieht es aber nicht aus. Es gibt keine Nachholspieltage. Das hatte der Verband schon vor der Saison festgelegt“, sagte Niemeyer.

Kein Abstieg möglich, in die Play-downs geht es trotzdem

Pause haben die Solinger aber durch das Verpassen des Viertelfinals noch nicht. Auch wenn es in dieser Saison keine Absteiger gibt, werden Play-downs ausgetragen. Zwei Serien stehen gegen die schwächer platzierten Teams nach Beendigung der regulären Partien noch an. Ein Trost ist das nicht. Hartkopf: „Voriges Jahr dachte ich, eine schlechtere Saison werden wir nicht mehr absolvieren. Aber diese toppt es leider.“

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