Baseball

Alligators starten schon in ihre persönlichen Play-offs

Florian Götze rückt am Samstag wohl aus dem linken Außenfeld in die Mitte – die Alligators müssen in Hamburg improvisieren. Foto: Mathias M. Lehmann
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Florian Götze rückt am Samstag wohl aus dem linken Außenfeld in die Mitte – die Alligators müssen in Hamburg improvisieren.

Während beim Baseball-Bundesligisten die Planungen für das erste Heimspiel auf Hochtouren laufen, steht das Team in Hamburg unter Zugzwang.

Von Thomas Rademacher

Wie am Schnürchen läuft die Saison der Solingen Alligators noch nicht. Der hiesige Baseball-Bundesligist wartet weiterhin auf seinen ersten Doppelsieg. Der gerät am Samstag bei den Hamburg Stealers zur Pflicht, wenn die Truppe noch eine realistische Chance auf das Erreichen des Play-off-Halbfinals haben will.

Warum befinden sich die Alligators unter Zugzwang?

Die Saison 2020 findet in verkürzter Form statt. An sieben Spieltagen werden je zwei Partien absolviert – nur die ersten beiden Mannschaften der achtköpfigen Bundesliga Nord erreichen das Play-off-Halbfinale. Aktuell stehen Bonn und Dohren ungeschlagen an der Spitze, die Alligators hingegen haben schon zwei Mal verloren. Mehr als drei Niederlagen dürfen sich die Klingenstädter voraussichtlich nicht erlauben, und die Top-Spiele gegen Favorit Bonn stehen noch aus. „Für uns fühlt sich daher schon jetzt jede Begegnung wie ein Play-off-Spiel an“, sagt Trainer Wayne Ough.

Am Samstag müssen die Solinger nach Hamburg. Wer ist Favorit?

Nominell dürften die Klingenstädter die besseren Karten haben, auch wenn die bisherigen Ergebnisse beider Teams noch nicht vollends überzeugen. Die Alligators teilten sich die Siege mit Dortmund und Paderborn, die Hamburg Stealers unterlagen am ersten Spieltag zwei Mal den Dohren Wild Farmers, nahmen aber aus Dortmund beide Siege mit. „Wir müssen dringend zusehen, dass wir am Schlag effektiver werden und das Spiel früh in unsere Bahnen lenken. Das ist uns bisher nicht gelungen“, findet Ough. „Eine Führung würde auch dafür sorgen, dass unsere Pitcher (Werfer) mehr Sicherheit bekommen.“

Ist der Kader inzwischen komplett?

Nachdem Giovanny Perez nicht in Solingen erschienen war, legten die Alligators in dieser Woche ein letztes Mal nach. Jake McDonald stößt zum Team und wird sowohl als Catcher wie im Außenfeld eingesetzt. „Er kommt gerade aus der Schweiz“, weiß Ough, der von dem 23-jährigen Kanadier überzeugt ist. „Jake ist ein sehr athletischer Spieler, der uns auch am Schlag helfen wird.“ Damit sind die Alligators für diese Saison komplett, auch wenn in Hamburg erneut nicht alle dabei sein werden.

Wer wird fehlen?

Nils Hartkopf macht die Tour in die Hansestadt aus beruflichen Gründen nicht mit. Damit müssen die Solinger im Infield improvisieren. Voraussichtlich rückt Lars Szameitpreuss aus dem Außenfeld an die zweite Base. Dass Ough erneut mitspielen wird, ist äußerst unwahrscheinlich. „Im ersten Spiel vorige Woche war es gut, im zweiten war ich ausgelaugt. Ich bin alt“, beschreibt der 41-jährige Coach. „Ich möchte wirklich, dass die Jungs die Verantwortung übernehmen.“

Der erste Auftritt am Weyersberg steht erst in einer Woche bevor. Eine Herausforderung?

Sportlich dürften die Trauben am Sonntag, 30. August, nicht so hoch hängen. Aufsteiger Berlin Flamingos kam in seinen ersten vier Spielen jeweils zweistellig unter die Räder. Das Organisationsteam der Alligators hat jedoch alle Hände voll zu tun, um die Corona-Auflagen einzuhalten.

Was ist anders als sonst?

Die Alligators müssen jeden Gast erfassen und haben deshalb auch einen Ticket-Vorverkauf gestartet (| Kasten), um längere Schlangen am Einlass zu verhindern. „Es wird aber auch möglich sein, spontan zu kommen“, verspricht Club-Vorsitzender Peter Niemeyer. „Die Daten müssen aber in jedem Fall angegeben werden.“ Im Ballpark gilt dann eine Maskenpflicht, und es werden diverse Einbahnstraßen eingerichtet. Am Sitzplatz darf der Mund-Nase-Schutz abgenommen werden. „Jede zweite Reihe ist gesperrt“, beschreibt Niemeyer eine weitere Einschränkung. „Catering wird es aber geben.“ Der bekannte Alli-Burger darf aus hygienischen Gründen nicht serviert werden, Pommes-Currywurst steht aber zum Beispiel auf dem Speiseplan.

Ticket-Vorverkauf

Drei Mal treten die Solingen Alligators am heimischen Weyersberg an. Am 30. August kommt Berlin, am 13. September Köln und am 20. September Dohren. Beginn des ersten Spiels ist jeweils um 12 Uhr. Eine Dauerkarte für alle Tage ist für 20 Euro (ermäßigt 10 Euro) erhältlich. Die Tageskarten kosten 7 Euro (4 Euro). Die Tickets sind online erhältlich und werden bereits bei der Bestellung personalisiert.

solingen-alligators.com

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