Baseball

Alligators erwartet die ultimative Standortbestimmung

Brandt Holland läuft offensiv wie eine Maschine: Er steht bei drei Homeruns und einem Schlagdurchschnitt von 50 Prozent. Foto: Mathias M. Lehmann
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Brandt Holland läuft offensiv wie eine Maschine: Er steht bei drei Homeruns und einem Schlagdurchschnitt von 50 Prozent.

Baseball-Bundesliga: Die Bonn Capitals sind am Sonntag zu Gast am Weyersberg.

Von Thomas Rademacher

Vier Spiele, vier Siege: Der Saisonstart ist Baseball-Bundesligist Solingen Alligators gelungen. Vor allem offensiv überzeugte die Mannschaft in den Partien gegen Hamburg und Dortmund durch die Bank. Am Sonntag treffen die Klingenstädter aber auf den stärksten Konkurrenten der Nordgruppe. Die Bonn Capitals, Deutscher Meister 2018, sind am Weyersberg für zwei Partien ab 12 Uhr zu Gast. Zuschauer sind weiterhin nicht zugelassen, doch die Alligators übertragen live auf ihrem Youtube-Kanal.

„Die Bonner sind die Mannschaft, die es zu schlagen gilt“, sagt Trainer Wayne Ough. „Diesen Status haben sie sich erarbeitet.“ Siegdruck verspürt der Australier daher kaum. „Wir sind in der Außenseiterrolle, aber wir rechnen uns natürlich auch etwas aus – speziell nach unseren Leistungen an den ersten beiden Spieltagen.“ Der Coach gerät regelrecht ins Schwärmen, wenn er über sein Team spricht. „Die Spieler pushen sich gegenseitig. Es herrscht ein gesunder Wettbewerb, weil wir am Schlag durch die Bank gefährlich sind. Es ist eine Weile her, dass ich so etwas in diesem Ausmaß gesehen habe.“

Offensiv angeführt wird die Truppe von Brandt Holland. Der US-Import ist genau das Puzzleteil, das sich die Alligators lange gewünscht haben. „Ich glaube, dass er dafür lebt, an den Schlag zu gehen. Er trifft ja nicht nur selbst unglaublich, er hat auch einen positiven Einfluss auf alle anderen“, erläutert Ough. „In Dortmund hat er zwischen den Spielen mit Dustin Hughes gesprochen. Der hatte vorher große Probleme am Schlag. Brandt hat ihm gesagt, was er beobachtet hat, und das nächste, was ich sehe, ist ein Homerun von Dustin.“ Während die Alligators offensiv überzeugten, hatten sie auf dem Wurfhügel zuletzt auch Probleme.

Ough ist wieder eine Option für den Wurfhügel

In Dortmund musste erneut Ough aushelfen, weil der Club weiterhin auf einen neuen Importspieler wartet. Ob bis Sonntag ein Spieler eintrifft, will der Trainer nicht verraten, doch er räumt ein: „Im letzten Spiel habe ich mich wieder richtig gut gefühlt. Die körperlichen Schmerzen hielten sich danach auch in Grenzen.“ Am Sonntag könnte der 42-Jährige also wieder eine Option sein. Darüber hinaus möchte er weitere Auftritte nicht mehr ausschließen – wie er das bislang eigentlich immer getan hatte.

Nominell sind die Bonner am Sonntag trotz der guten Alligators-Form favorisiert. Doch die Capitals wissen noch nicht, wo sie stehen. Sie mussten kurzfristig Werfer Zach Dodson durch Joe Wittig ersetzen. Für das Team von Trainer Max Schmitz sind die Spiele am Weyersberg die ersten der Saison. So erwartet wohl nicht nur die Alligators die ultimative Standortbestimmung.

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