Baseball

Alligators bitten zum ersten Heimspiel der Saison

Distanz bitte: Wie hier Trainer Wayne Ough (l.) Abstand zum Unparteiischen hält, müssen sich auch die Zuschauer gut verteilen. Foto: Mathias Lehmann
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Distanz bitte: Wie hier Trainer Wayne Ough (l.) Abstand zum Unparteiischen hält, müssen sich auch die Zuschauer gut verteilen.

Der Solinger Baseball-Bundesligist steht gegen die Berlin Flamingos bereits mit dem Rücken zur Wand.

Von Thomas Rademacher

Schon sechs Partien haben die Solingen Alligators an drei Spieltagen absolviert, doch erst an diesem Sonntag findet ab 12 Uhr das erste Heimspiel am Weyersberg statt. Zu Gast sind die Berlin Flamingos, gegen die die Klingenstädter haushoher Favorit sind. Der Aufsteiger hat bislang alle Bundesliga-Partien hoch verloren. „Wir brauchen unbedingt unseren ersten Doppelsieg“, sagt Trainer Wayne Ough, dessen Mannschaft drei Mal das gleiche sportliche Schicksal ereilte. Einem hart umkämpften Erfolg im ersten Duell folgte eine Niederlage im zweiten. Mit einer ausgeglichenen Bilanz sind die Chancen auf den zweiten Platz und das damit verbundene Erreichen der Play-offs auf ein Minimum geschrumpft.

„Ich werde nicht aufgeben, bevor es mathematisch unmöglich ist, unser Ziel zu erreichen“, sagt Ough. Um eine realistische Chance zu haben, müssen die Solinger nun alle ausstehenden acht Begegnungen gewinnen – inklusive der beiden Spiele bei Topfavorit Bonn am ersten September-Wochenende. „Das ist natürlich eine große Aufgabe. Aber an dieser Stelle haben wir nichts mehr zu verlieren. Das kann ja auch befreiend wirken.“

Zudem haben die Solinger gegen Berlin die Möglichkeit, gerade offensiv etwas besser in Schwung zu kommen. Nur in 21,9 Prozent der Fälle haben die Alligators derzeit Erfolg am Schlag und liegen damit nur vor den Cologne Cardinals (16,4), aber sogar hinter den sieglosen Berlinern (23,3). Die Aufgabe, gegen die Hauptstädter ein paar erfolgreiche Schwünge zu landen, dürfte allerdings leichter sein als in den vergangenen Wochen. Die Werfer der Flamingos haben große Probleme, die gegnerische Offensive zu bremsen. Fünf von sechs Partien verlor die Truppe zweistellig. Außerdem gab es noch ein 4:9.

„Ich hätte nicht gedacht, dass es so gut läuft.“

Peter Niemeyer, Vorsitzender

„Ich hoffe, dass wir etwas Selbstvertrauen aufbauen können, um dann in Bonn eine gute Rolle zu spielen“, sagt Ough, der ein wenig umstellen wird. Im ersten Spiel wird erneut Giovanni Tensen auf dem Wurfhügel starten, im zweiten übernimmt Alex Valdez vor dem bisher glücklosen Ryan Johnson. „Mein Plan ist, Ryan auch am Schlag einzusetzen“, kündigt der Coach an. „Mit seinen Einsätzen als Pitcher war er bislang selbst unzufrieden. Wir arbeiten daran.“

Ungeachtet der sportlich schwierigen Situation freuen sich die Alligators, endlich am heimischen Weyersberg vor eigenem Publikum anzutreten. „Das wird eine tolle Sache. Ich habe gehört, dass viele kommen wollen“, sagt Ough. 150 Tickets hat der Club bereits abgesetzt. „Damit sind wir sehr zufrieden. Ich hätte nicht gedacht, dass es so gut läuft“, sagt Vorsitzender Peter Niemeyer. Maximal 250 Zuschauer dürfen an den Platz. „Da zwischen den beiden Spielen auch die Mannschaft herauskommt, lassen wir lieber etwas Puffer zu den maximal erlaubten 300.“ Mindestens 50 Karten werden aber definitiv an der Tageskasse für Kurzentschlossene noch vorhanden sein.

Das Sitzplatzkontingent wird übrigens nicht ausreichen. „Die Leute müssen sich gut verteilen“, sagt Niemeyer. Der Verzehr von Speisen und Getränken ist erlaubt, die Alligators bieten mit ein paar kleineren Ausnahmen ihr gewohntes Catering an. Jede Art von Selbstbedienung ist ausgeschlossen.

Alligators

Der Kader bleibt im Vergleich zur Vorwoche erstmals unverändert. Der jüngste Zugang, Jake MacDonald, hat einen guten Eindruck gemacht.

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