Baseball

Alligators binden Jake MacDonald

Jake MacDonald überzeugte bei den Alligators von Anfang an und empfahl sich damit für die erneute Verpflichtung. Foto: Christian Beier
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Jake MacDonald überzeugte bei den Alligators von Anfang an und empfahl sich damit für die erneute Verpflichtung.

Solinger Baseball-Bundesligist stellt Weichen und führt eine Tradition fort.

Von Thomas Rademacher

Nach dem Ende der Bundesliga-Saison war es etwas ruhiger um die Solingen Alligators geworden. Doch nun melden sich die Baseballer zurück – sportlich wie karitativ. So hat der Verein seine liebgewonnene Tradition fortgesetzt, in der Weihnachtszeit die Kinderstation im Solinger Klinikum mit kleinen Geschenken und Süßigkeiten auszustatten, und gleichzeitig die erste Weichenstellung für die kommende Saison vorgenommen. In Jake MacDonald bleibt ein starker Importspieler erhalten.

Lars Szameitpreuss (im dunklen Mantel) übergab stellvertretend für den Club die Geschenke an Chefarzt Volker Soditt.

Erstmals in ihrer Bundesliga-Historie hatten die Alligators in der coronabedingt verkürzten Spielzeit 2020 die Play-offs verpasst – was auch daran lag, dass ausnahmsweise nur die ersten beiden Mannschaften der Nord-Gruppe den Sprung schafften. An Jake MacDonald lag das Scheitern allerdings nicht. Der Kanadier stieß nach den ersten beiden Spieltagen zur Mannschaft und hinterließ von Anfang an einen guten Eindruck. Drei Homeruns bei einem Schlagdurchschnitt von 31 Prozent gelangen ihm in den folgenden zehn Partien. Das brachte offenbar auch andere Bundesligisten auf den Plan.

„Er arbeitet sehr hart an sich, um immer besser zu werden.“
Wayne Ough, Alligators-Trainer

„Mehrere Vereine aus Deutschland sind an mich herangetreten und wollten mit mir eine Einigung finden“, sagt der Baseballer, der sowohl im Außenfeld als auch als Catcher einsetzbar ist. „Ich hatte auch ein Angebot von einem französischen Club, jedoch fühle ich mich bei den Alligators sehr wohl und habe mit Wayne Ough ein sehr gutes Spieler-Trainer Verhältnis.“ Daher gelang es Ough in seiner Funktion als Sportdirektor, MacDonald in der Klingenstadt zu halten.

Auch aus Trainerperspektive ist der Australier von seinem Spieler begeistert. „Jake ist jung, motiviert und voller Tatendrang“, beschreibt Ough. „Er arbeitet sehr hart an sich, um immer besser zu werden. Das ist schon sehr beeindruckend mit anzusehen, wie er seinen Sport lebt. Sein Kampfgeist und seine Motivation, immer das Beste aus sich herauszuholen, vermittelt er auch an das Team.“ Der Coach ist daher fest davon überzeugt, dass er in MacDonald genau den richtigen Spieler hat, um die Mannschaft weiter zu entwickeln.

Escarra entscheidet sich gegen einen Verbleib bei den Alligators

Derzeit weilt der Baseballer in Kanada bei seiner Familie, hält sich dort aber weiterhin fit und befindet sich im Training – im Gegensatz zu den Alligators, die vom generellen Sportverbot in Deutschland betroffen sind und frühestens im Januar wieder in den Schlagkäfig dürfen. Pünktlich vor der Anfang April beginnenden Bundesliga-Saison wird MacDonald in Solingen erwartet. Das gilt hingegen nicht für Fernando Escarra. Der Italiener mit venezolanischen Wurzeln hat sich nach einem Jahr bei Solingen Alligators aus persönlichen Gründen gegen einen Verbleib entschieden. Escarra hatte sich auch im Nachwuchsbereich des Vereins eingebracht, was nun ebenfalls durch Jake MacDonald übernommen wird. „Er möchte das und füllt damit die Lücke perfekt“, freut sich Alligators-Vorsitzender Peter Niemeyer.

Indes haben sich die Alligators in diesen Tagen auch um soziale Belange gekümmert. Wie üblich hätte der Club am liebsten der Kinder- und Jugendstation des Solinger Klinikums einen Besuch abgestattet, um die jungen Patienten mit Geschenken und Leckereien zu erfreuen. Das ging aufgrund der aktuellen Corona-Lage zwar nicht, doch die Solinger übergaben die Überraschungen an Chefarzt Volker Soditt, der darüber hinaus auch einige Präsente für seine Pflegekräfte in Empfang nehmen durfte. „Wegen der Schutzmaßnahmen hatten wir keine Möglichkeit, die Kinder und das Personal persönlich zu treffen, jedoch wollen wir in Zeiten wie diesen umso mehr dafür sorgen, dass sich niemand alleine fühlen muss“, heißt es seitens des Baseballvereins.

Rund um die Alligators

Saison: Entgegen der üblichen Planung werden in der Bundesliga-Saison 2021 die Play-offs doch mit dem Viertelfinale statt dem Halbfinale beginnen. Das gab der Verband am Montag bekannt und reagierte damit auf den Wunsch einer großen Mehrheit der Baseball-Vereine.

Doppelspieltage: Zwei Partien an einem Nachmittag bleiben Normalität. Eine Trennung der Partien auf zwei aufeinanderfolgende Tage ist zwar weiterhin möglich, doch können die Gastvereine dazu nicht gezwungen werden. Auch dies war ursprünglich anders geplant gewesen.

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