Türchen 22

Adventskalender: Handballerin des HSV genießt die Euphoriewelle

Hinter Türchen 22 verbirgen sich die Antworten von Hannah Kamp.
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Hinter Türchen 22 verbirgen sich die Antworten von Hannah Kamp.

Türchen Nummer 22 im Adventskalender des ST-Sports mit Hannah Kamp.

Von Jürgen König

Solingen. Auch am Samstagabend war wieder Verlass auf sie. Mit einem Tor bei zwei Versuchen und einer couragierten Abwehrleistung trug Hannah Kamp gegen die Kurpfalz Bären aus Ketsch zum nächsten Erfolgserlebnis des HSV Solingen-Gräfrath bei. „Wir hatten uns auf ein schweres Spiel gegen einen guten Gegner eingestellt“, sagt die Rechtsaußen, die angesichts des deutlichen 30:20-Sieges glücklich war und mit der Weihnachtsmeisterschaft unterm Tannenbaum ebenso wie ihre Mitspielerinnen zuversichtlich nach vorne blickt: „Wir denken, was das Ziel angeht, weiter als zu Saisonbeginn.“

Den erlebte die 1,68 Meter große Kamp zunächst einmal von draußen – eine Schulterverletzung hatte ihr Debüt im Trikot des HSV hinausgezögert. Gegen diesen hatte die Linkshänderin eine Spielzeit zuvor agiert, stieg mit der eigentlich höher gehandelten SG Kirchhof in die 3. Liga ab. Die unterschiedliche Gefühlswelt zwischen damals und heute schildert Hannah Kamp so: „Mit Kirchhof waren die Umstände in der Summe etwas unglücklich, jetzt schwimmen wir auf einer Welle der Euphorie und wollen diese mitnehmen, solange es geht.“

23 Punkte mit der Nummer 22: Hannah Kamp und der HSV sind in der 2. Bundesliga obenauf.

Es läuft also top für sie beim HSV, was auch durch die vor wenigen Tagen erfolgte Vertragsverlängerung bis Juni 2023 zum Ausdruck kam. Für Kamp eine logische Entwicklung. „Sportlich wie menschlich ist es super, das Team harmoniert, mit Keke bin ich sehr zufrieden“, gibt es Lob für Trainerin Kerstin Reckenthäler. Und auch für ihre Positionskollegin Merit Müller, mit der sie sich bestens verstehe. Neben der sportlichen Zufriedenheit gab zudem die Nähe zu Köln den Ausschlag zum Verbleib, in der Domstadt absolviert Kamp noch ein Jahr lang ein Masterstudium in Wirtschaftspsychologie.

Nach SG Menden Sauerland, HSG Schwerte-Westhofen, Borussia Dortmund – gemeinsam mit HSV-Torjägerin Vanessa Brandt –, TVB Wuppertal und Kirchhof wird es also vorläufig kein neuerliches Betätigungsfeld geben. „Wuppertal war meine erste Station nach der Jugend, danach wollte ich mal weg von NRW. Auf eigenen Beinen stehen, raus aus der Komfortzone“, schildert Hannah Kamp ihren Werdegang zur persönlichen Weiterentwicklung, die auf dem Spielfeld an erster Stelle eine Optimierung des Tempospiels beinhalten soll.

Tun wird sie es mit der Nummer 22 auf dem Trikot, was nichts mit ihrem aktuellen Alter – geboren am 24. Oktober 1999 – zu tun hat. „Meine Mama hat mit der 2 gespielt, mein Bruder auch. Kombiniert fand ich die Zahl ganz cool.“ Cool wie Hannah Kamp, eine der Hoffnungsträgerinnen des Zweitliga-Primus HSV.

Türchen 21 finden Sie hier.

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