Fußball

5:3 – aber Sportvereinigung-Spiel wird abgebrochen

Torreigen in Monheim: Bereits am Freitagabend war Bezirksliga-Spitzenreiter 03 gefordert. Ein reguläres Ende gab es nicht. Foto: Frank Thomasini/milchraum.com
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Torreigen in Monheim: Bereits am Freitagabend war Bezirksliga-Spitzenreiter 03 gefordert. Ein reguläres Ende gab es nicht.

Der Fußball-Sonntag ist ausgedünnt, hält aber das Kreisliga-A-Comeback bereit.

Von Moritz Jonas und Jürgen König

In dieser Woche ist der Solinger Fußball-Sonntag ausgedünnt. Der Grund: Mit Landesligist VfB und Bezirksligist FC Britannia steht gleich zwei Mannschaften ein spielfreies Wochenende ins Haus. Darüber hinaus hat die Sportvereinigung bereits am Freitagabend vorgelegt

Bezirksliga, 1. FC Monheim II – Spvg. Wald 03 bei 3:5 (0:2) abgebrochen. Von 100 Fans begleitet, taten sich die Solinger schwer. In der 36. Minute durfte aber dennoch gejubelt werden, Fatih Sezer traf zur Führung. Der Winter-Neuzugang musste danach allerdings verletzt raus, durfte sich zur Pause indes über gute Kunde freuen: 03 kam mit einem 2:0 in die Kabine, Blerton Balaj hatte den zweiten Treffer erzielt.

Schlag auf Schlag ging es unmittelbar nach dem Wechsel zu. Dem Monheimer Anschlusstreffer ließ Robin Heist das 3:1 folgen. Und das Eigengewächs machte nach rund einer Stunde auch mutmaßlich den Deckel drauf – Doppelpack Heist zum 4:1. Aber bis zur 84. Minute hatten die Gastgeber auf 3:4 verkürzt. Die Spannung löste sich erst spät auf, als Vincenzo Lorefice für die Sportvereinigung zum fünften Mal traf. Monheim verließ erzürnt das Spielfeld. Peter Resvanis (03): „Der Schiedsrichter hat das Spiel abgebrochen.“ Hintergründe folgen.

Dabringhauser TV – DV Solingen (Sonntag, 15.15 Uhr, Höferhof). Auch nach einer Woche sitzt der Frust über das verschobene Derby gegen den TSV (neuer Termin: Dienstag, 19 Uhr Weyersberg) noch tief. „Durch so etwas kann ein Rhythmus verloren gehen“, beklagt DV-Sportdirektor Vedat Atalay. Positiv war die Pause für das angeschlagene Personal, mit Umutcan Önel, Ismail Cakici und Soufiane Azhil kehren gleich drei Spieler zurück. Trotz dieser Kader-Aufwertung wird der kommende Gegner nicht unterschätzt. Denn er war es, der DV erst die Möglichkeit eröffnet hat, den Abstand auf Tabellenführer Wald zu verkürzen, weil man diesem ein 1:1 abtrotzte. „Wir haben gesehen, was Dabringhausen leisten kann, trotzdem wollen wir auch dieses Spiel gewinnen“, wird Atalay deutlich. Auch im Falle eines Sieges möchte er erst wieder vom Aufstieg sprechen, wenn die Mannschaft ihn in der eigenen Hand habe.

TSV Solingen – SF Baumberg II (Sonntag, 15.30 Uhr, Höher Heide). Die Aufstiegshoffnungen hat der TSV schon länger zu den Akten gelegt, genauso wie fast alle Corona-Sorgen. Von den am Ende sechs infizierten Akteuren befanden sich bereits fünf wieder im Training, berichtet der Sportliche Leiter Yorik Heiber. „Auch wenn den Jungs die Erkrankung noch anzumerken ist, so bin ich mir doch sicher, dass wir eine schlagkräftigere Truppe zusammen bekommen, als es eine Woche zuvor der Fall gewesen wäre“, zeigt sich Heiber zuversichtlich. Trotzdem mahnt er vor dem punktgleichen Tabellennachbarn: „In der Vergangenheit war Baumberg immer schwer zu bespielen.“

Kreisliga A, Aufstiegsrunde. Gleich drei Teams aus der Klingenstadt kämpfen um den begehrten Platz eins, denn nur eine Mannschaft wird am Ende den Sprung in die Bezirksliga schaffen. Die größten Hoffnungen hegt der BV Gräfrath. Schon vor der Spielzeit war der Aufstieg am Flockertsholz das klar erklärte Ziel. Trainer Sascha Schulz weiß, dass es keine leichte Aufgabe wird: „Wir haben jetzt neun Endspiele, auf die wir uns fokussieren müssen.“ Nach dem Einzug ins Kreispokal-Finale wird der BVG aber mit ordentlich Selbstvertrauen zum Derby (13 Uhr, Höher Heide) gegen die Zweite des TSV fahren.

Beim Gegner gibt es unterdessen einiges an Veränderung. Beim TSV wurde der Entschluss gefasst, die Kader der zweiten und dritten Mannschaft zusammenzulegen. Die neu formierte Zweite wird in einer Doppelfunktion von Michael Sagorski und dem bisherigen Trainer der Dritten, Marvin Spatz, geleitet. „Marvin und ich haben uns zusammengesetzt, weil wir beide mit dürftiger Trainingsbeteiligung zu kämpfen hatten. Wir sind zu dem Entschluss gekommen, dass es sinnvoller ist, einen starken Kader zu haben anstelle von zwei halben“, nennt Sagorski die Beweggründe. Auch die in der Abstiegsrunde spielende Drittvertretung wird weiterhin am Spielbetrieb teilnehmen. „Die Spieler der vierten werden in die dritte Mannschaft aufrücken und die der ehemaligen Fünften bilden die neue vierte Mannschaft“, erklärt Yorik Heiber. Trotz des größeren Kaders ändern sich die Ambitionen der Zweitvertretung nicht Richtung Aufstieg, die Mannschaft müsse sich erst mal zusammenfinden.

Ähnlich befreit kann Dersimspor aufspielen: „Unser Ziel war es, nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben“, sagt der Vorsitzende Arsoy Topuz. Die Saison ausklingen lassen wolle man aber auch nicht. Das Ziel des neuen Trainergespanns Dennis Dudek und Mateusz Jurczak sei eine Top-Sechs-Platzierung, so Topuz. Zu Beginn der Runde wartet mit Inter Monheim gleich einer der Top-Favoriten auf den Aufstieg.

Abstiegsrunde. Unter deutlich mehr Zugzwang stehen die fünf Solinger Teams in der Abstiegsrunde. Mindestens vier Absteiger wird es in der Kreisliga A geben. Würden aus der Bezirksliga zwei oder mehr Mannschaften aus dem Fußballkreis Solingen absteigen, erhöht sich die Zahl gar auf fünf. In der Abstiegsrunde erwartet die neu formierte dritte Mannschaft des TSV – unter Trainer Dominik Nötzel – den Post SV. Außerdem spielt DV II bei der Berghausener Zweitvertretung, TG Burg empfängt Genclerbirligi Opladen, und der 1. FC Solingen tritt beim VfB Langenfeld an.

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