Handball

HSV Solingen-Gräfrath sorgt für Aufsehen gegen ESV Regensburg

Top-Torschützin Vanessa Brandt spielte in Regensburg stark. Foto: Lars Breitzke
+
Top-Torschützin Vanessa Brandt spielte in Regensburg stark.

Handball, 2. Frauen-Bundesliga: Zweitliga-Rekord bei den „Bunkerladies“ in Regensburg. HSV denkt selbstbewusst.

Von Lutz Clauberg

Solingen. Der HSV Solingen-Gräfrath hat am zehnten Spieltag erneut für Aufsehen gesorgt. Das 37:21 (19:11) beim ESV Regensburg beschert dem Team von Kerstin Reckenthäler den zweiten Platz hinter dem ebenfalls auswärts souverän siegreichen VfL Waiblingen, der seine erste Schlappe bestens weggesteckt hat.

Höher hat der HSV in der 2. Liga noch nie gewonnen. Durch den Kantersieg ist das Torverhältnis überragend gut und Liga-Spitze, mehr Tore erzielte nur Frisch Auf Göppingen. Und in der Torjäger-Liste ist Vanessa Brandt ebenfalls auf dem zweiten Platz.

„Wir glauben an Siege. Unsere Leistungen sind kein Zufall.“

Trainerin Kerstin Reckenthäler

Wie soll das bloß weitergehen, Kerstin Reckenthäler? „Es bewegt sich etwas in der Mannschaft“, stellt die Trainerin fest. „Wir denken nicht mehr nach unten. Ich lasse auf mich zukommen, was alles noch passieren könnte.“

Wie selbstbewusst die eingespielten Solingerinnen mittlerweile auftreten, mussten am Samstagabend die Regensburger „Bunkerladies“ neidlos anerkennen, die nur einmal – nämlich in der 10. Minute beim 5:4 – in Führung gingen, dann jedoch nach allen Regeln der Kunst aus der mit 120 Besuchern exakt zu einem Viertel besetzten, Bunker genannten Sporthalle an der Dechbettener Brücke geworfen wurden.
Auch interessant: BHC gegen Füchse Berlin - Löwen werfen mal wieder den Torwart warm

Kerstin Reckenthäler war sich schon vor dem Anpfiff ziemlich sicher, dass ihr Team reichlich Tore würde erzielen können. „Regensburg hat nicht so viele zweikampfstarke Spielerinnen.“ Diese Tatsache war ein gefundenes Fressen für Cassandra Nanfack. Sie war überhaupt nicht zu halten und entscheidend an der hohen Halbzeitführung beteiligt.

Außerdem deckte der HSV nach anfänglichen Schwierigkeiten auf konstant hohem Niveau, Torhüter Natascha Krückemeier hielt tadellos. Regensburg, ob der Gala-Vorstellung ziemlich konsterniert, fabrizierte viele leichte Fehler und kassierte einige Kontertore. „Wie emotional wir aufgetreten sind und die Bank ebenfalls mitfiebert, macht Eindruck beim Gegner“, stellte Reckenthäler fest.

In der 24. Minute traf Nicole Lederer zum 11:14, der HSV baute den 19:11-Halbzeitstand ruckzuck auf 22:11 (32.) aus. Cassandra Nanfack durfte sich in der zweiten Hälfte komplett ausruhen. Reckenthäler: „Sie braucht die Pause und war dankbar dafür.“

Statt ihrer erhielt Lara Karathanassis im Aufbau Spielpraxis. In der 45. Minute löste Senanur Gün Natascha Krückemeier zwischen den Pfosten ab. Überhaupt wechselte Reckenthäler munter ein und aus. Daraus resultierte die eine oder andere Ungenauigkeit – änderte aber nichts an der totalen Dominanz. Regensburg machte keine Anstalten, taktisch einen anderen Weg in der Abwehr zu gehen. Vanessa Brandt hatte weiter viele Freiräume. Mandy Reinarz zeigte im Angriff deutlich aufsteigende Form – in der Abwehr bildete sie wie immer mit Carina Senel einen Top-Innenblock.

„Wir glauben an Siege“, schaut Kerstin Reckenthäler optimistisch in die Zukunft. „Unsere Leistungen sind kein Zufall. Das zeigt die tolle Entwicklung.“ Auf dem Teppich bleibt die Trainerin dennoch. „Ich fordere immer 100 Prozent. Die brauchen wir immer.“ Regensburg, bis Samstag sechs Mal in Serie unbesiegt, weiß ein Lied davon zu singen.

HSV: Krückemeier, Gün, Fahnenbruck (nicht eingesetzt = n. e.); Brandt (10 1), Reinarz (6), Nanfack (5), Weyh (3), Müller (3), Penz (2), Jörgens (2), Tesche (2), Kamp (1), Karathanassis (1), Clauberg (1), Senel (1), Polsz (n. e.)

Rund um den HSV

Premiere: Ihr erstes Saisontor für den HSV erzielte Jette Clauberg. „Das hat sie sich verdient“, meinte Trainerin Kerstin Reckenthäler nach dem achtminütigen Einsatz der 21-Jährigen. „Sie hat nie gespielt, aber nie gegrummelt.“ Spielpraxis bekommt das Eigengewächs in Königsdorf in der 3. Liga. Jette Clauberg ist mit 31 Treffern beste Werferin des Tabellen-Vorletzten.

11. Spieltag: Am Samstag (4. Dezember) trifft der HSV um 18.15 in der Klingenhalle auf TG Nürtingen mit Top-Torjägerin Kerstin Foth.

Lesen Sie auch: Tennis: Niederlage - aber großer Andrang bei Impfaktion: Aktion wird Samstag wiederholt

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Zwölfter Sieg: HSV wieder auf Platz zwei
Zwölfter Sieg: HSV wieder auf Platz zwei
Zwölfter Sieg: HSV wieder auf Platz zwei
Corona und Sport – der Ritt auf der Rasierklinge
Corona und Sport – der Ritt auf der Rasierklinge
Corona und Sport – der Ritt auf der Rasierklinge
„Fridays for Future“ spricht sich für weitere Standortsuche aus
„Fridays for Future“ spricht sich für weitere Standortsuche aus
„Fridays for Future“ spricht sich für weitere Standortsuche aus
Der Ohligser TV nimmt die Panther auseinander
Der Ohligser TV nimmt die Panther auseinander

Kommentare