Handball

27 Fehlwürfe kosten Gräfrath Zählbares

Carina Senel, hier im Hinspiel (29:24) gegen Rödertal, leistete am Kreis und im Innenblock ein großes Pensum. Foto: Moritz Alex
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Carina Senel, hier im Hinspiel (29:24) gegen Rödertal, leistete am Kreis und im Innenblock ein großes Pensum.

Solingens Zweitliga-Handballerinnen unterliegen 24:25 (12:12) beim HC Rödertal.

Um 8.45 Uhr setzte sich am Samstagmorgen der Bus Richtung Sachsen in Bewegung, kurz vor Sonnenaufgang am Sonntag war das Team des HSV Solingen-Gräfrath im Bett. Dies galt auch für Trainerin Kerstin Reckenthäler, die wie ihre Spielerinnen und der Betreuerstab der Mammut-Tour auch in sportlicher Hinsicht nichts Erfreuliches abgewinnen konnte – der Zweitligist unterlag überraschend beim HC Rödertal mit 24:25 (12:12). Kassierte damit nach drei Siegen wieder eine Niederlage und blieb bei der Punkteausbeute in der 2. Bundesliga auf 25 stehen. „Wir versäumen es, das Ding zuzumachen“, meinte Reckenthäler.

„Wir dürfen uns von unserem Abschneiden nicht blenden lassen.“

Stefan Bögel, HSV-Manager

Die 38-Jährige bezog sich dabei auf die 42. Minute, als Melina Fabisch das 19:15 für die Gäste erzielt hatte. Es war der höchste Vorsprung in der Partie, die größtenteils beidseitig von zahlreichen technischen Fehlern und missglückten Abschlüssen geprägt war. „Wir haben 27 Fehlwürfe, das ist natürlich zu viel“, kritisierte Reckenthäler. Dadurch ergab sich eine Abschlussquote von unter 50 Prozent, womit es grundsätzlich schwer wird, Zählbares einzufahren. So brauchte Fabisch für ihre fünf Feldtreffer zehn Versuche, Liga-Top-Torjägerin Vanessa Brandt gar 13 für vier.

Kerstin Reckenthäler erkannte in der Begegnung, die bis auf die starke HSV-Phase nach der Pause immer eng war, auch positive Trends. Luca Tesche habe ihre Aufgabe im Rückraum sehr gut erfüllt, auf Cassandra Nanfack sei ebenfalls rundum Verlass gewesen. Und zwischen den Pfosten bot Natascha Krückemeier bis zu ihrer Auswechslung in der 53. Minute bei elf Paraden eine starke Vorstellung – was allerdings auch für ihre Kollegin Ann Rammer im Tor der Sächsinnen galt. „Schade, dass wir es am Ende nicht mehr gedreht bekommen“, resümierte Solingens Trainerin, die trotz des „Standhandballs“ in der Anfangsphase betonte: „Ich bleibe entspannt.“

Für die nächsten Tage kündigte derweil die Chefetage des HSV den Abschluss der Personalplanungen zur kommenden Saison an. „Wir dürfen uns von unserem Abschneiden nicht blenden lassen“, sagt Stefan Bögel. Der Geschäftsführer der Spielbetriebs-GmbH geht fest davon aus, dass das Niveau in der nächsten Spielzeit durch die geplante Aufstockung auf voraussichtlich 16 Teams steigen werde. Noch gibt es aber einige Fragezeichen rund um die Modalitäten, unabhängig von der endgültigen Konstellation strebt Bögel neben der Qualität eine Breite im Kaders an – im Tor, auf Außen, am Kreis und auch im Rückraum stehen personelle Weichen ins Haus.

HSV Solingen-Gräfrath: Krückemeier, Fahnenbruck; Brandt (6, 2), Fabisch (5), Nanfack (4, 2), Senel (3), Reinarz (2), Tesche (2), Müller (1), Bongartz (1), Penz, Killmer

Ausblick

Saisonstart: Mittlerweile liegt der Rahmenterminplan für die Spielzeit 2021/22 vor, der Meisterschaftsbeginn ist für das erste September-Wochenende vorgesehen – eine Woche zuvor ist Pokal angesagt. Bis Ende November wird dann durchgespielt, ehe die Handball-Weltmeisterschaft der Frauen im Dezember für eine Unterbrechung sorgt.

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