Türchen 20

Adventskalender: 17-Jährige liebt ihre Randsportart im Ohligser TV

Annika Schröder ist vom Faustball fasziniert – und möchte noch viel im Trikot mit der Nummer 20 erreichen. Foto: AS
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Annika Schröder ist vom Faustball fasziniert – und möchte noch viel im Trikot mit der Nummer 20 erreichen.

Türchen 20 im Adventskalender des ST-Sports mit Faustballerin Annika Schröder.

Von Sonja Bick

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So geht es wohl vielen „kleinen Schwestern“: Als Annika Schröder sieben Jahre alt war, wollte sie unbedingt ihrem großen Bruder nacheifern. Robert, drei Jahre älter, spielte Faustball beim Ohligser TV – und das macht die „Kleine“, die mittlerweile 17 Jahre alt und 1,75 Meter groß ist, seitdem auch. In der U18 und in der zweiten Mannschaft ist Annika eine feste Größe, zudem hilft sie ab und zu in der Ersten aus, wo sie die Jüngste ist. Und auch ihr Bruder spielt immer noch und gehört dem Herren-Team an.

„Mir hat Faustball immer so viel Spaß gemacht, dass ich nie eine andere Sportart ausprobiert habe“, sagt die Hildenerin, die an der Grenze zu Ohligs wohnt. Vor allem die Schnelligkeit des Spiels fasziniert die Gymnasiastin. Und die Gemeinschaft sei herausragend. „Die Leute sind einfach toll, das Training ist meist ziemlich lustig, und wir unternehmen auch außerhalb des Sports etwas miteinander“, erzählt Annika Schröder.

Dass viele ihre Sportart nicht kennen, macht ihr gar nichts aus: „Ich mag, dass es eine Randsportart ist. Das ist irgendwie etwas besonderes.“ Die häufig gestellte Frage „Was ist das?“ beantwortet die 17-Jährige gerne und vergleicht Faustball dann mit Volleyball. Wobei es schon einige nicht unerhebliche Unterschiede gibt: „Das Feld ist größer, statt Netz haben wir eine Leine, und der Ball darf tippen“, erklärt sie. Auf dem Feld hat Annika Schröder ihren Platz in der Abwehr gefunden. Dort ist sie vor allem für die Annahme und das Zuspiel zuständig. Ihre größte Stärke? „Man hat mir schon mal gesagt, dass ich auch in engen Situationen Ruhe ins Spiel bringe“, sagt sie ganz bescheiden. Das allein kann es aber nicht sein, sonst würde sie nicht als jüngstes Teammitglied auch in der 2. Bundesliga zum Einsatz kommen.

Jetzt, in der Wintersaison, ist der Aufstieg durchaus realistisch – und einen solchen Erfolg hat Annika Schröder bereits im Sommer mit der zweiten Mannschaft gefeiert. Und zwar den Sprung in die 2. Liga. „Ich möchte mich dort erst mal etablieren“, sagt die Faustballerin, die mittelfristig natürlich auch die erste Mannschaft im Blick hat, die im Sommer sogar in der 1. Bundesliga antreten wird. Und ein weiteres Ziel gibt es auch noch: „Ich hoffe, dass die Deutschen Meisterschaften der U18 dieses Mal stattfinden werden und ich dort mit der Rheinland-Auswahl antreten darf.“

Wäre noch zu klären, was es mit der Trikotnummer 20 auf sich hat. Diese trägt sie zwar „schon immer, aber eigentlich steckt da keine besondere Geschichte hinter. Ich habe sie mir nicht ausgesucht“, sagt Annika Schröder. „Trotzdem mag ich die 20, sie ist so schön gerade. Und ich möchte sie auf jeden Fall gerne behalten.“

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