Ärger wegen Regeln

Weltstar schießt gegen Helge Schneider und Nena – wegen Corona

Abgesagte oder abgebrochene Konzerte wegen zu strenger Corona-Regeln? Einer der ganz Großen im Musikgeschäft findet das respektlos gegenüber den Fans. 2G findet er trotzdem nicht ok.

Dortmund – Erst gingen Nena-Fans leer aus, dann die von Helge Schneider: Beide Musiker brachen Konzerte ab, weil ihnen die Bedingungen nicht gefielen, unter denen die Konzerte aufgrund der geltenden Corona-Regeln stattfinden mussten. Wie RUHR24* berichtet, ist das für den weltweit erfolgreichen Musiker Chris de Burgh („Lady in Red“) ein absolutes Unding.

Chris de Burghirischer Sänger und Komponist
Geburtsdatum/-ort15. Oktober 1948/Argentinien
größte ErfolgeLady in Red, Don’t Pay the Ferryman, Where Peaceful Waters Flow, Missing You und High on Emotion

Corona: Konzertabbrüche wie von Helge Schneider und Nena kämen für Chris de Burgh nicht infrage

Im Juli brach der Veranstalter ein Nena-Konzert in Berlin ab, nachdem die Sängerin ihre Fans aufgefordert hatte, die Corona-Regeln zu missachten. Weitere Konzerte von Nena wurde dann sogar schon im Vorfeld von den Veranstaltern abgesagt. Helge Schneider zog hingegen selbst die Reißleine und brach ebenfalls ein Konzert ab.

Als Begründung gab er später das Veranstaltungskonzept an, welches er als „fadenscheinig und dumm“ bezeichnete – seine Fans hatten in Strandkörben sitzen müssen. Kontakt zum Publikum herzustellen, sei nicht möglich gewesen, so Helge Schneider frustriert, der sich auch über ständig durch die Reihen gehendes Service-Personal aufregte.

Nena und Helge Schneider gängeln Corona-Regeln: Fans wurden durch Konzertabbrüche enttäuscht

Am Ende führte das Verhalten der Entertainer für die Fans der beiden jedoch aufs Gleiche hinaus: Das Konzert, auf das sie sich wahrscheinlich gefreut hatten, fand nicht wie erwartet statt. Sänger Chris de Burgh hat für solche Allüren, wie sie Helge Schneider und Nena an den Tag legten, jedoch keinerlei Verständnis. In einem Interview mit t-online erklärte er, warum.

„Es gibt Leute, die müssen für so einen Abend einen Babysitter engagieren, Zugtickets kaufen oder ein Hotelzimmer bezahlen“, so der Musiker. Ein Konzert abzubrechen, käme für ihn daher niemals infrage. 3.500 Konzerte habe er selbst weltweit schon gespielt – und kein einziges abgesagt. Dass die beiden deutschen Entertainer ihre Konzerte abbrachen, findet er „respektlos“.

Der Sänger Chris de Burgh verkaufte über 45 Millionen Alben.

Zu seiner Kollegin Nena hat er dennoch keine durchweg schlechte Meinung. Sie sei eine tolle Frau. An die geltenden Regeln müsse man sich dennoch halten. „Dieses Corona ist ein übles Virus, Leute sterben auf grausame Weise daran. Es fühlt sich wohl wie Ertrinken an“, so de Burgh gegenüber t-online.

Corona-Regeln bei Konzerten: Nicht-Geimpfte zu diskriminieren wird zu Problemen führen

Er selber sei deshalb auch komplett geimpft – aus Überzeugung: „Impfungen wirken!“, so der Sänger. Das habe er selbst in seiner Kindheit in Afrika erlebt: „Ich hätte Infektionen wie Gelbfieber, Polio, Tuberkulose oder andere Krankheiten bekommen können, wäre ich nicht geimpft worden.“

Dennoch sei es auch in der Corona-Pandemie* nicht richtig, jemanden zu diskriminieren oder auszugrenzen. Konzerte nur noch für Geimpfte zu geben, sei nicht der richtige Weg. Geimpfte und Nicht-Geimpfte unterschiedlich zu behandeln, „wird zu großen gesellschaftlichen Problemen führen“, so der Sänger.

Konzertabbruch wegen Corona-Regeln: Helge Schneider distanziert sich von Querdenkern

Mit Blick auf Corona-Leugner und Qanon-Anhänger ergänzt der Sänger, dass er Anhänger von Verschwörungstheorien trotzdem nur bemitleiden könne. „Es werden absurde Dinge verbreitet“, so de Burgh, und trotzdem würden das viele für „bare Münze“ nehmen.

Besonders Nena wird inzwischen nachgesagt, mit der Querdenker-Szene zu sympathisieren. Im Gegensatz zu der Hagener Sängerin distanzierte sich Helge Schneider nach dem Konzertabbruch wenig später glaubwürdig von der Querdenker-Szene*.

Während Nena kurz nach dem Konzert-Desaster gemeinsam mit Corona-Leugnern und QAnon-Anhängern eine Party feierte*, reagierte der Komiker auf den Applaus, den er nach seinem Konzertabbruch vonseiten der Bewegung bekam, rigoros: „Die brauchen sich nicht um mich zu bemühen.“ *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Urs Flueeler/keystone/dpa

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