Popstar wirbt für mehr Toleranz

Elton John will mit Putin über Schwulenrechte sprechen

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Elton John bekennt sich offen zu seiner Homosexualität.

London - Der britische Popstar Elton John würde gerne mit Russlands Präsident Wladimir Putin über den Umgang Moskaus mit Homosexuellen sprechen.

"Ich würde zu ihm sagen: 'Hör zu, Schwule sind nicht das Problem hier. Die Welt hat viel größere Probleme als homosexuelle Menschen'", sagte John dem britischen Fernsehsender BBC in einem am Samstag veröffentlichten Interview.

Er würde gerne seinen Einfluss als Weltstar nutzen, um für Toleranz zu werben, sagte der offen schwule Musiker weiter. Er mache sich allerdings kaum Illusionen, Putin beeinflussen zu können. "Vielleicht würde er hinter meinem Rücken über mich lachen, wenn er die Tür schließt, und mich einen Vollidioten nennen. Aber wenigstens hätte ich dann ein reines Gewissen und könnte mir sagen, dass ich es zumindest versucht habe."

In Russland wurde Homosexualität bis 1993 als Straftat verfolgt, bis 1999 galt sie als Geisteskrankheit. Im Jahr 2013 setze Putin mit seiner Unterschrift ein Gesetz in Kraft, das sogenannte homosexuelle Propaganda vor Minderjährigen unter Strafe stellt. Homoehen sind verboten, der Ruf nach rechtlicher Gleichstellung Homosexueller wird in Russland abgelehnt. Schwulenhass ist weit verbreitet, es gibt kaum offen schwule Prominente.

AFP

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