Viele Schweinswale sterben durch Kegelrobben

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Hier waren Kegelrobben am Werk: Kadaver eines Schweinswals an einem Nordseestrand. Foto: Salko de Wolf/Royal Society

Wageningen/Utrecht (dpa) - Eine der Haupttodesursachen für Schweinswale in der Nordsee sind Angriffe durch Kegelrobben. Zu diesem Ergebnis kommt eine niederländische Studie, die in den "Proceedings B" der britischen Royal Society veröffentlicht ist.

Dass Kegelrobben Schweinswale attackieren und fressen, wurde bereits vor einem Jahr zum ersten Mal bewiesen. Bislang war allerdings unklar, ob es sich dabei um Einzelfälle handelt oder ob die Schweinswale regelmäßig auf dem Speiseplan von Kegelrobben stehen.

Das Team um den Mardik Leopold (Meeresforschungsinstituts Imares) und Lineke Begeman (Universität Utrecht) untersuchte zunächst die Biss- und Kratzspuren von toten Gewöhnlichen Schweinswalen (Phocoena phocoena) und fand darin die DNA von Kegelrobben (Halichoerus grypus).

Die Verletzungen dienten dann als Analyseraster für Fotos von 1081 Schweinswalen, die zwischen 2003 und 2013 an der holländischen Nordseeküste strandeten. Ergebnis: Selbst bei einer konservativen Schätzung sind Kegelrobben für 17 Prozent der toten Schweinswale verantwortlich. Hinzu komme der unbekannte Prozentsatz toter Tiere, die zum Meeresgrund sinken würden.

Damit wären Kegelrobben-Angriffe eine der Haupttodesursachen für Schweinswale in der Nordsee - neben dem Tod in Fischereinetzen als Beifang (20 Prozent), Infektionskrankheiten (18 Prozent) und Auszehrung (14 Prozent).

FAO Angaben zu Schweinswalen

FAO Angaben zu Kegelrobben

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