Schlafstörungen haben sich zur Volkskrankheit entwickelt

+
Im Schlaflabor der Robert-Koch-Klinik wird eine Patientin mit Schlafstörungen für Tests vorbereitet. Foto: Waltraud Grubitzsch/Archiv

Leipzig (dpa) - Schlafstörungen haben sich nach Einschätzung von Medizinern zu einer Volkskrankheit entwickelt.

"Wir schätzen, dass zwischen 5,7 und 6 Prozent der Bevölkerung an behandlungsbedürftigen Ein- und Durchschlafstörungen leiden", sagte Hans-Günter Weeß, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM). "Vergleicht man das mit Diabetes, an der etwa 2 Prozent der Bevölkerung erkrankt sind, dann kann man durchaus von einer Volkskrankheit sprechen."

Es gebe wissenschaftliche Hinweise, dass heute weniger geschlafen werde als vor Jahrzehnten. Die Folgen seien gravierend: Konzentrationsstörungen und Leistungsschwäche tagsüber sowie ein erhöhtes Risiko für Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, psychische Erkrankungen wie Depressionen und eine Schwächung des Immunsystems. Patienten mit Schlafstörungen können in bundesweit rund 310 von der DGSM zertifizierten Schlaflaboren behandelt werden.

Kommentare

Meistgelesen

Forscher nehmen Seeberge unter die Lupe
Forscher nehmen Seeberge unter die Lupe
In-Ear-Kopfhörer im Hörtest: Nicht alle teuren sind gut
In-Ear-Kopfhörer im Hörtest: Nicht alle teuren sind gut
Studie: Riesenfaultiere haben sich vegetarisch ernährt
Studie: Riesenfaultiere haben sich vegetarisch ernährt
Spannend: So sieht das neue Google Earth jetzt aus
Spannend: So sieht das neue Google Earth jetzt aus
Beliebte iOS-Apps: Baby überwachen und Musik hören
Beliebte iOS-Apps: Baby überwachen und Musik hören