Kenia

Paläanthropologe Richard Leakey mit 77 Jahren gestorben

Kenianischer Paläanthropologe
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Richard Leakey (l.), Vorsitzender des Kuratoriums des Kenya Wildlife Service (KWS), und Judi Wakhungu (r.), damals kenianische Ministerin für Umwelt und natürliche Ressourcen im September 2015.

Auf ihn gehen umfangreiche Fossilienfunde zurück, die für die Erforschung der menschlichen Evolution bedeutend waren. Doch Richard Leakeys Engagement blieb nicht auf die Wissenschaft beschränkt.

Kapstadt - Der weltbekannte kenianische Anthropologe und Naturschützer Richard Leakey ist im Alter von 77 Jahren gestorben. Dies teilte Kenias Präsident Uhuru Kenyatta mit.

Der Tod Leakeys am Sonntag erfülle ihn mit tiefer Trauer, hieß es in einer Mitteilung des Präsidenten. In seinen zahlreichen Funktionen habe Leakey Kenia „hervorragende Dienste geleistet“. Eine Todesursache war zunächst nicht bekannt.

Auf den Paläanthropologen gehen umfangreiche Fossilienfunde zurück, die für die Erforschung der menschlichen Evolution bedeutend waren. „Er war ein Visionär, dessen großartige Beiträge zu den Ursprüngen des Menschen und zur Erhaltung der Tierwelt nie in Vergessenheit geraten werden“, teilte die Leakey Foundation auf Twitter mit. „Seine Fossiliensuche trug dazu bei, die Geschichte der menschlichen Evolution in Afrika zu veranschaulichen, insbesondere durch die Entdeckung eines fast vollständigen 1,6 Millionen Jahre alten Skeletts eines jugendlichen Homo Erectus“, heißt es in der Biografie der Royal Society, deren Mitglied er war.

Der 1944 in Nairobi geborene Leakey gehörte zu einer Familie bedeutender Paläanthropologen. Nachdem er 1993 bei einem Flugzeugabsturz beide Beine verloren hatte, engagierte er sich in der kenianischen Politik, unter anderem als Leiter des öffentlichen Dienstes. Leakey führte zeitweise auch die kenianische Nationalparkbehörde KWS und kämpfte gegen Wilderei. dpa

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