"Suizid-Button"

Per Mausklick: Facebook hilft selbstmordgefährdeten Menschen 

München - Wenn sie nicht weiter wissen, wenden sich manche Menschen an ihre Facebook-Freunde. Um besser helfen zu können, hat sich das soziale Netzwerk etwas einfallen lassen.

Auf Facebook werden nicht nur Katzenfotos und Spaß-Posts geteilt - manch einer, der in einer existenziellen Lebenskrise steckt und vielleicht niemanden hat, an den er sich wenden kann, erstellt auf Facebook einen mehr oder weniger verklausulierten Hilferuf als Statusmeldung. 

Doch als Facebook-Freund, der diesen liest und befürchtet, die Person könnte sich etwas antun, ist man schnell mit der Situation überfordert. Außerdem war es bisher recht kompliziert, derartige Posts zu melden, da man dazu erst einmal einen Screenshot erstellen und diesen an Facebook schicken musste. Wenn es aber buchstäblich um Leben und Tod geht, muss schnell gehandelt werden. Also hat das soziale Netzwerk am Dienstag weltweit ein neues Feature eingeführt.

Mit dem sogenannten Suizid-Button können selbstmordgefährdete Menschen anonym an Facebook gemeldet werden, berichten IT-Portale wie t3n.de. Die Mitarbeiter prüfen dann den entsprechenden Eintrag, und wenn ihnen die Sorge gerechtfertigt erscheint, schicken sie dem Betroffenen zunächst eine Nachricht: "Jemand denkt, dass Du schwierige Zeiten durchmachst". Per Mausklick kann der Betroffene dann professionelle Hilfe anfordern - einen Seelsorger etwa, zu dem das Netzwerk den Kontakt herstellt.

Künftig könnten wahlweise auch Videos Tipps geben, wie man sich verhält, wenn man als Freund einen Menschen davon abhalten will, sich das Leben zu nehmen.

hn

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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