In Überresten entdeckt

Letzte Mahlzeit vor 200 Millionen Jahren: Tintenfisch

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Das versteinerte Skelett eines Fischsauriers, in dem Wissenschaftler Hinweise auf die Arme eines Tintenfisches fanden. Foto: Dean Lomax, Lapworth Museum of Geology/University of Birmingham

Manchester (dpa) - Ein Tintenfisch war vor etwa 200 Millionen Jahren die letzte Mahlzeit im kurzen Leben eines Fischsauriers.

In den versteinerten Überresten des jungen Ichthyosauriers fanden Wissenschaftler zwischen den Rippen hakenförmige Strukturen - Reste von den Armen eines Tintenfisches. Das Exemplar hat eine Länge von nur 70 Zentimetern, berichten die Forscher im Fachblatt "Historical Biology". Es war wohl noch nicht lange auf der Welt.

Ichthyosaurier sind eine Gruppe ausgestorbener Reptilien, von denen zahlreiche Arten bekannt sind. Das jetzt untersuchte Exemplar gehört zur Art Ichthyosaurus communis. Es stammt aus der Sammlung Lapworth Museum of Geology in Manchester, wo es auch ausgestellt ist. "Das Exemplar ist praktisch vollständig und außergewöhnlich. Es ist der erste neugeborene Ichthyosaurus communis, der gefunden wurde - und das ist verwunderlich, weil die Art schon vor 200 Jahren zum ersten Mal beschrieben wurde", sagt Dean Lomax.

Von anderen Ichthyosauriern sei bekannt, dass die Jungtiere ausschließlich Fisch fraßen. "Es gibt also Unterschiede in der Beute-Vorliebe neugeborener Ichthyosaurier."

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