Forscher: Flüchtlinge könnten Traumatisierte therapieren

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Zwei Kinder auf der griechisch Seite der Grenze zu Mazdonien. Ihre Mutter wird von den Schildern der Polizisten abgedrängt. Foto: Georgi Licovski/Archiv

Berlin (dpa) - Bei der therapeutischen Versorgung traumatisierter Kriegsflüchtlinge könnten andere in Deutschland lebende Migranten aus Sicht eines Forschers eine entscheidende Rolle spielen.

"Mehrere hochkarätige Studien aus Deutschland und den USA haben gezeigt, dass auch qualifizierte Laien eine Psychotherapie anbieten können", sagte der Professor für Klinische Psychologie und Psychotherapie, Frank Neuner (Universität Bielefeld) der Deutschen Presse-Agentur im Vorfeld eines Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Verhaltenstherapie in Berlin. Er dauert vom Mittwoch bis Sonntag.

Bisher seien Psychotherapien durch Laien allerdings rechtlich nicht möglich, so Neuner. Angesichts der Situation sei Umdenken gefragt: An spezialisierten Zentren für Folteropfer und Kriegsflüchtlinge gebe es bundesweit lediglich 4000 Plätze. Von den Flüchtlingen, die 2015 nach Deutschland kamen, seien nach konservativen Schätzungen 200 000 behandlungsbedürftig.

Kongress

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