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Facebook-Messenger: App stalkt User auf den Meter genau

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Mit Hilfe der App "Marauders Map" können Facebook-Nutzer das Bewegungsprofil ihrer Messenger-Partner erstellen.

San Francisco - Der Traum jeden Stalkers und der Albtraum vieler Nutzer ist wahrgeworden: Mit einer App für den Facebook-Messenger lässt sich erschreckend exakt das Bewegungsprofil eines Nutzers bestimmen.

Millionen Menschen benutzen den Facebook Messenger, doch vielen ist dabei gar nicht bewusst, dass beim Absenden einer Nachricht automatisch der aktuelle Standort mitgesendet wird. Oftmals entspricht diese Angabe dem tatsächlichen ungefähren Standort des Senders.

Ein Harvard-Student namens Aran K. hat laut dem Nachrichtenportal ibtimes.co.uksogar eine App entwickelt, die automatisch die Chats aus dem Facebook Messenger aufzeigt und bei Auswahl eines einzelnen Nutzers dessen gesamte Aufenthaltsorte offenlegt - teilweise auf den Meter genau. Dadurch entsteht ein komplettes Bewegungsprofil, mit dem man seinen Chatpartner regelrecht stalken kann! Besonders erschreckend: Das funktionierte sogar bei Facebook-Nutzern, mit denen man nicht auf dem sozialen Netzwerk befreundet war: Es reichte schon, wenn man mit ihnen Nachrichten austauschte.

Facebook lässt Nutzer die Wahl

Die "Marauders Map" (der Name der App ist angelehnt an die Karte, die bei Harry Potter die Aufenthaltsorte anzeigt) kam vor etwa zwei Wochen auf den Markt. Doch mit dem Stalken soll jetzt Schluss sein: Facebook hat seinen Messenger mit einem Update versehen. Offenbar aber nicht wegen Kritik an der umstrittenen App, sondern vielmehr als Antwort auf das Feedback vieler Messenger-Nutzer, so ibtimes.co.uk.

Ab sofort kann jeder User in den Chat-Einstellungen des Facebook-Messengers selbst bestimmen, ob der aktuelle Standort beim Versenden einer Nachricht mitgeteilt werden soll. Stattdessen kann man in Zukunft - wenn man das will - direkt seinen Standort mit Hilfe einer Stecknadel auf einer Karte angeben. Diese wird dann als Anhang der eigentlichen Nachricht beigefügt.

Ortsangaben nur noch in den Nachrichten

Wie das Nachrichtenportal internetworld.de berichtet, werden die Ortungen ausschließlich in den Nachrichten verbreitet und nirgendwo außerhalb. Die "Stalker"-App lässt sich daher nur noch bei Leuten anwenden, die ihre automatische Standortangabe nicht deaktiviert haben.

mt

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