Elektromobilität

Stadtauto der Zukunft: Dieses E-Auto wird zum Parken schmaler

Der elektrische Kleinwagen City Transformer soll den Verkehr und das Parken in Städten verändern. Doch was genau bietet das Schmalspurauto?

München – Ein israelisches Start-up will mit seinem kleinen Elektro-Auto den Stadtverkehr revolutionieren: Das elektrische Schmalspurauto namens City Transformer soll bis Ende 2024 in den Handel kommen, momentan wird der elektrische Stadtflitzer als Prototyp auf Münchens Straßen getestet. Der Name des Fahrzeugs verrät schon etwas über seine Besonderheit: Das Auto kann schmaler werden, also sich transformieren.

Der City Transformer hat eine variable Spurweite, die sich auf Knopfdruck während der Fahrt um 40 Zentimeter verändern lässt, berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Das sei im Stadtverkehr bei niedrigen Geschwindigkeiten vor allem in engen Gassen und beim Parken hilfreich – der Mini-Zweisitzer braucht beim Parken nicht mehr Platz als ein Motorroller. Bei höherem Tempo fahren die Räder des City Transformers aus, das soll für die nötige Stabilität sorgen.

Das elektrische Kleinauto namens City Transformer wurde erstmals auf der IAA im September 2021 vorgestellt.

E-Auto der Zukunft: Der City Transformer schafft bis zu 90 Stundenkilometer

Die Türen des City Transformers schwingen statt seitlich nach oben auf, berichtet der Spiegel. Eine Klimaanlage, elektrische Fensterheber und ein Touchscreen für Navigation sowie für die Rückfahrkamera ist in dem Kleinwagen verbaut. Airbags und ESP sollen später noch eingebaut werden. Geladen werden kann der Kleinwagen auch zu Hause, was durchaus hilfreich sein kann: Unter anderem können Verbraucher ihre Elektro-Autos bei Aldi nicht mehr kostenlos aufladen.

Das bietet der City Transformer
Höchstgeschwindigkeit90 Stundenkilometer
Leistung15 kW/20 PS
Reichweite180 Kilometer
LadenHaushaltssteckdose: 3,5 Stunden; Gleichstromsäule: 30 Minuten
(Quelle: citytransformer.com/dpa)

Firmenchef Asaf Formoza sieht in solchen Kleinwagen die Zukunft für den Stadtverkehr. Dass Autos immer größer werden, ist für ihn unverständlich, berichtet der Spiegel. „Am Ende geht es doch meistens nur darum, eine einzige Person über eine kurze Strecke zu transportieren“, wird Formoza zitiert. „Nur weil es elektrisch fährt, wird ein riesiges SUV noch nicht zum vernünftigen Stadtauto.“ Momentan arbeiten Forscher von Tesla aber bereits an einer E-Batterie, die 100 Jahre funktionsfähig sein soll.

Das sei auch der Denkfehler bei anderen Herstellern von E-Autos. Die Antriebe seien zwar sauber, die schweren Batterien aber problematisch. Kleine E-Autos wie der City Transformer hingegen könnten laut Formoza den Stadtverkehr verändern. Eigene Fahrstreifen für Schmalspurfahrzeuge könnten unter anderem dazu beitragen, Staus und verstopfte Straßen zu umgehen. „Dann verdoppelt sich auf einen Schlag die Kapazität der Verkehrswege und die Rushhour hat ihren Schrecken verloren“, zitiert die dpa den israelischen Firmenchef. Und das Start-up könnte vom Boom des Marktes für Elektroautos profitieren, der Verkauf von E-Fahrzeugen hat sich teilweise sogar verdoppelt.

Asaf Formoza, Chef des Start-Ups City Transformer, will mit seinem gleichnamigen Schmalspurfahrzeug den Stadtverkehr nachhaltig verändern. (Symbolbild)

Ab 2025 will der Chef von City Transformer 15.000 der kleinen E-Autos fertigen

Doch die Städte müssten mitziehen, heißt es bei Spiegel. Nach Angaben der Weltbank würden Städte weiterwachsen, bis 2050 könnten ein Drittel der Menschen dann in Großstädten wohnen – das wirkt sich auch auf den Verkehr aus. Bis dahin hat Formozas Start-up City Transformer aber noch einiges vor sich: Ab 2025 sollen jährlich 15.000 Autos im Jahr gefertigt werden, heißt es beim Spiegel. Dafür seien aber noch 50 Millionen Dollar nötig.

Derzeit kann der City Transformer für 12.500 Euro vorbestellt werden, später soll das E-Auto 16.000 Euro kosten. Formoza plant auch schon neue Varianten des elektrischen Kleinwagens, wie etwa einen City Transformer für den innerörtlichen Lastenverkehr. (Natascha Terjung)

Rubriklistenbild: © Michael Kappeler/dpa

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