Erster Eindruck

Opel Karl: Einer für jeden Tag  

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Es gibt Dinge im Leben da sind Zentimeter entscheidend: der Opel Karl ist 3,68 Meter lang und 1,48 Meter hoch, doch bei ihm kommt es nicht nur auf die Größe an. Martina Lippl war mit dem Karl auf Testfahrt.

Der eine mag es groß, der andere lieber klein. Der Opel Karl ist 3,68 Meter lang. Damit gehört der Fünftürer zu den Kleinen. Auf einer ersten Testfahrt konnte der Karl zeigen, was er sonst noch drauf hat.

Karl, der kleine Bruder (Länge: 3,68 Meter) von Corsa (Länge: 4,02 Meter) und Adam (Länge: 3,70 Meter) ist dem Rest der Opel-Familie praktisch aus dem Gesicht geschnitten. Hinter seinem Lächeln steckt eine hochgezogene Chromspange am Kühlergrill. Auffälliger sind die Sicken auf der Haube, an den Flanken und am Heck. Sicherlich macht das was her. Wenn der Opel Karl in quietschigem „Kiwi-Grün“ – einer von zehn Lackfarben – auf seinen 16-Zoll-Rädern vor einem steht, trifft einen glatt der (Opel-) Blitz.

Opel Karl: Der Kleine hat auch inneren Werte

Innen wirkt der Testwagen mit der Topausstattung Exklusiv (ab 12.900 Euro) dezent und modern: klare Linien, Chromdetails, Touch-Display, aber kein Chichi. Abgesehen von der Lenkradheizung und dem Infotainment-System Intelli-Link. Damit lässt sich ein Apple- oder ein Android-Smartphone per USB-Kabel mit dem Auto koppeln und einfach über das Display steuern (leider erst ab Januar 2016).

Praktisch sind Becherhalter oder der Platz für die Wasserflaschen in der Türseiten. Eine Extra-Ablage über dem serienmäßigen Handschuhfach ist genial. Selbst einen zackigen U-Turn übersteht ein Smartphone dort ohne Schaden. Die Rundumsicht ist prima. Zwischen Fahrer und Beifahrer ist viel Luft, selbst nach oben. Wolkenfans können sich ein Schiebedach gegen Aufpreis (850 Euro) gönnen. Überraschend: auf der Rückbank (auf Wunsch teilbar 40/60) haben in dem Opel Karl bis zu drei Personen Platz. Der Kofferraum fasst 206 bis 1013 Liter – und damit mehr als der Opel Adam.

Der Opel Karl kommt ohne Schnickschnack aus

Opel Karl chillt am Strand.

„Der hat so viele Sachen an Bord, die einem ein Lächeln ins Gesicht zaubern“, sagt Opel-Chef Karl-Thomas Neumann bei Karls Fahrvorstellung in Amsterdam. Übrigens, der Name „Karl“ ist eine Hommage an den ältesten Sohn des Firmengründers. Neben dieser Ehre haben alle Karls eins gemeinsam: den Ein-Liter-Dreizylinder-Benziner mit 75 PS (55kW). Beim Rumkurven in der Stadt oder um im Verkehr auf der Autobahn mitzuschwimmen, ist der völlig in Ordnung. Ist der Karl dann mal richtig in Schwung (von null auf Tempo 100 in 15,5 Sekunden), ist vom Motor wenig zu hören. Die Servolenkung spricht ohne zu zögern an.

Komplett widerstandslos macht das Steuer der „City-Modus“. Die fünf Gänge lassen sich solide per Hand schalten. Kaum Kraft benötigt die Kupplung. Trotzdem ist hier Fußspitzen-Gefühl gefragt, sonst fährt der Karl ganz schön ruppig an. Der Verbrauch soll im Schnitt bei 4,3 Liter (CO2-Ausstoß: 99 g/km) liegen. Nach der ersten Tour ist auf der Cockpitanzeige 5,9 Liter zu lesen.

Ab 9.500 Euro steht der Karl in „Schnee Weiß“ mit Fenstern zum Kurbeln in der Liste; allerdings ab Werk mit Berg-Anfahrhilfe, Servolenkung, sowie ABS und ESP. Wer eine Klimaanlage möchte, muss für das "Cool & Sound"-Paket noch 850 Euro drauflegen.

Der neue Opel Karl

Da ist er! Der Opel Karl

Für den Opel Karl (75 PS) stehen zehn Farben und die drei Ausstattungsvarianten Selection, Edition (ab 10.650 Euro) und Exklusiv (12.900 Euro) zur Wahl. Noch mehr Extras wie beispielsweise Parkpilot oder Tempomat gibt es auf Wunsch gegen Aufpreis.

Testfahrt mit dem Opel Karl

ml

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