Droht Audi das Aus?

Audi mit Zukunftsproblemen im VW-Konzern – alte Kritik und neue Schwierigkeiten

Audi-Werk Ingolstadt
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Audi gilt aktuell durchaus als Problemfall im VW-Konzern. Alte Kritik und neue Probleme sind beim Autohersteller ein Thema.

Es lohnt sich bei Audi ein Blick auf die Vergangenheit. Wie hat der Autohersteller frühere Probleme verarbeitet und was beschäftigt den Konzern noch heute.

Harte Zeiten für Audi. Mit den Zukunfts-Äußerungen aus der Vorstandsebene vor wenigen Wochen bleibt der Blick auf den Autohersteller immer kritischer. Gegenüber echo24.de hat der Konzern zu den Pleite-Aussagen und den Folgen bereits Stellung bezogen. Die Sorge um Audi bleibt.

Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ hat bereits 2019 versucht aufzuzeigen, woran es bei Audi krankt: „Zu teuer, zu schwach, zu lahm“. Kein gutes Zeugnis für eine einst gefeierte Marke aus dem VW-Kosmos. Im Vergleich mit Mercedes gab es zuletzt beim Umsatz-Gewinn ebenfalls einen deutlichen Dämpfer.

Sparplan bei Audi sollte Ausgaben kürzen

Laut „Spiegel“-Bericht hatte Audi damals beschlossen, bis 2025 fast 10.000 Stellen zu streichen. Die Prognosen für 2022 hatte der Automobilhersteller vor Tagen bereits korrigiert - Milliarden-Verluste beim Umsatz drohen. Und schon davor hatte der Konzern mit deutlichen Rückgängen zu kämpfen. Laut „Spiegel“ lagen 2019 „die Verkäufe auch im laufenden Geschäftsjahr schon wieder unter Plan. Bis Oktober lag das Minus bei 3,6 Prozent“

Unternehmen:Audi
Hauptsitz:Ingolstadt
Gründung:16. Juli 1909, Zwickau
Dachorganisation:Volkswagen AG

Für den VW-Konzern schien es der Zeitpunkt zu sein, an dem es genug mit der negativ Entwicklung bei der Unternehmens-Tochter war. Der Sparplan aus dem März 2019 sollte Ausgaben kürzen und ein vereinbarter Personalabbau war ein Teil davon. Dazu hieß es: „9.500 Stellen werden wegfallen - jeder sechste Audi-Arbeitsplatz in Deutschland.“ 

Audi vor dem Absturz? Neue Probleme in der Krise

Zwar sollten eben auch 2.000 Jobs geschaffen werden, die in den Bereichen der Elektromobilität und Digitalisierung angesiedelt sind. Laut „Spiegel“ nennt man es bei Audi „Zukunftspakt“. Einen „Transformationsplan, der den Autohersteller für die Zukunft bereit macht. Nüchterner betrachtet geht es dem Magazin nach „um nicht weniger als eine Rosskur, die Audi vor dem Absturz bewahren soll“.

Probleme bei dem Weg in die Zukunft könnten Audi allerdings weiterhin Dinge bereiten, wie der Wegfall eines wichtigen Zulieferers und die Lieferengpässe bei Chips in der Automobilindustrie.

Kritik an fehlendem Konzept beim Autohersteller

Mit dem Sparplan von 2019 wollte der Audi-Konzern einen ersten wichtigen Schritt machen. „Der Spiegel“ schrieb darüber, dass die Kosten, bis 2022 um bis zu 15 Milliarden Euro gesenkt werden sollten. Experten vermissten aber „ein gut durchdachtes Konzept“. Strategische Fragen schienen weiter unbeantwortet zu bleiben. So war damals die Entwicklung der „Problemwerke in Ingolstadt und Neckarsulm“ ein Riesen-Thema.

Und auch jetzt ist die Frage wohl nicht ganz geklärt. Erst vor wenigen Tagen gab es vom Audi-Betriebsrat eine klare Forderung an die Verantwortlichen, wie echo24.de berichtet hat. Inhaltlich ging es dabei um die Modernisierung der heimischen Standorte.

Zukunfts-Aussagen der Audi-Vorstandsebene bleiben hängen

Was derzeit aber hängen bleibt mit Blick auf Audi, sind die selbstgewählten kritischen Aussagen aus der Vorstandsebene. Hildegard Wortmann sprach gegenüber der WirtschaftsWoche von „aufziehenden Wolken, was die Absatzentwicklung angeht“.

Und Wortmann bekräftigte damit eine frühere Aussage, dass es unter bestimmten Umständen „eine 50-Prozent-Chance gibt, dass es Audi in zehn Jahren noch gibt“. Da bleiben Meldungen über das neue Audi-Logo und der Start mit dem eigenen Ladedienst ab Januar 2023 im Hintergrund.

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