Einstufungen des GDV

Neue Typklassen bei Kfz-Versicherung: Für Millionen Autofahrer wird es teurer

Jeder Fahrzeughalter muss eine Kfz-Haftpflichtversicherung abschließen – für Millionen von Versicherungsnehmern wird diese im Jahr 2023 teurer.

Es gibt viele Dinge, da hat man im Leben die Wahl: Autofahrer können sich zum Beispiel überlegen, ob sie ihr Auto Vollkasko versichern wollen – oder etwa zur günstigeren Teilkasko greifen. Wer schon ein älteres Fahrzeug hat, kann eventuell auch gänzlich auf eine Kasko-Versicherung verzichten. Nicht verzichten kann man dagegen auf eine Kfz-Haftpflichtversicherung: Jeder Fahrzeughalter in Deutschland ist verpflichtet, eine solche abzuschließen. Jetzt gibt es neue Typklassen für knapp 13 Millionen Autofahrer – und für viele davon wird es nun teurer.

Neue Typklassen bei Kfz-Versicherung: Für Millionen Autofahrer wird es teurer

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat die neue Typklassenstatistik für rund 32.000 verschiedene Automodelle veröffentlicht. Die gute Nachricht: Für rund 4,8 Millionen Fahrzeughalter wird es durch eine bessere Typklasse günstiger. Die schlechte: Deutlich mehr müssen künftig tiefer in die Tasche greifen: Für etwa 8,1 Millionen Halter gelten ab 2023 höhere Einstufungen.

Die Typklasse eines Fahrzeugmodells ist ein wichtiger Faktor bei der Berechnung der Versicherungsprämie. (Symbolbild)

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Neue Typklassen bei Kfz-Versicherung: GDV-Statistiker werten Schadensbilanzen aus

Einmal jährlich werten Statistiker des GDV die Schadensbilanzen aller in Deutschland zugelassenen Automobile aus. Werden durch ein Automodell im Schnitt viele Schäden und hohe Versicherungsleistungen verursacht, wird es in eine hohe Typklasse eingestuft – bei wenigen Schäden und geringen Kosten in eine niedrige. In der Kfz-Haftpflichtversicherung gibt es 16 Typklassen (10-25) – in der Vollkasko 25 (10-34) und in der Teilkasko 24 (10-33).

Kontroll- und Warnlampen im Auto: Wenn es rot leuchtet, sollten Sie sofort anhalten

Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Plötzlich blinkt und leuchtet es im Cockpit! Die Symbole und Kontrolllichter am Armaturenbrett zeigen an, ob dem Auto technisch etwas fehlt. Allerdings, ist es wichtig zu wissen, was die Lämpchen bedeuten. Hier die wichtigsten Kontrollleuchten im Auto: © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Motoröldruck zu niedrig. Motor abstellen. Ölstand prüfen und gegebenenfalls nachfüllen - hilft aber nicht immer. Meist muss der Wagen in eine Werkstatt geschleppt werden. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Ölmangel, Ölstand überprüfen und nachfüllen - sonst droht Motorschaden. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Anschnallzeichen: Einer oder einige der Fahrgäste sind nicht angeschnallt. Das Symbol leuchtet auch auf, wenn eine schwere Tasche auf dem Sitz steht. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme bei der Stromversorgung: Generator defekt oder eine elektrische Verbindung unterbrochen. Motor nicht ausschalten und zur nächsten Werkstatt. NICHT weiterfahren bei elektrischer Servolenkung (Lenkkraftunterstützung kann ausfallen) oder gerissener Keilriemen (Motor kann überhitzen). © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme mit der Bremse. Brennt dieses Licht auch bei gelöster Handbremse, droht große Gefahr. Zu wenig Bremsflüssigkeit oder die Beläge sind bis aufs Metall runter. Sofort anhalten und Pannendienst rufen. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Motor ist überhitzt. Kühlwasser reicht nicht mehr. Anhalten und abkühlen lassen. Danach unbedingt in die Werkstatt. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Reifendruckkontrollsystem meldet zu niedrigen Reifendruck. Eventuell harmlos, wenn das Symbol nach dem Reifenwechsel leuchtet (fehlende Kalibrierung) - mehr in der Betriebsanleitung. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Störung im Rückhaltesystem. Funktionsversagen des Airbags/ Gurtstraffers bei Unfall möglich - sofort in die Werkstatt. Symbol leuchtet auch bei deaktiviertem Beifahrerairbag (wg. Kindersitz). © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Bremsbeläge sind abgefahren und sollten demnächst erneuert werden. Weiterfahren möglich. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm) ist aktiv - oft auf nassen und vereisten Straßen. Vorsichtig lenken, keine Vollbremsung machen und Fuß vom Gas nehmen. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme mit der Motorsteuerung. Der Schadstoffausstoß kann erhöht sein. Symbol leuchtet auch, wenn die Lambdasonde defekt ist oder ein Marder ein Kabel beschädigt hat. Umgehend in die nächste Werkstatt fahren. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Nebelschlussleuchte ist eingeschaltet. In Deutschland nur erlaubt, wenn die Sicht durch Nebel geringer als 50 Meter ist. © ADAC

Niedriger (und somit günstiger) in Haftpflicht als im Vorjahr eingestuft wurden beispielsweise der Škoda Kamiq 1.5 TSI und der Toyota C-HR Hybrid 2.0 – beide verbesserten sich um drei Klassen. Teurer wird es dagegen für Halter eines Nissan Leaf oder Mercedes GLC 250 Coupé 4Matic – beide Fahrzeugmodelle wurden um zwei Klassen schlechter einsortiert.

Wichtig ist allerdings festzuhalten, dass die Versicherungsprämie nicht allein durch die Typklasse festgelegt wird. Der Beitrag wird durch viele Faktoren beeinflusst: Auch die Regionalklasse, die jährlich gefahrenen Kilometer, die Anzahl schadenfreier Jahre sowie das Alter des Nutzers spielen dabei unter anderem eine Rolle.

Rubriklistenbild: © Addictive Stock/Imago

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