In Travemünde

Anwohner wehrt sich mit Blitzer-Attrappe gegen Raser - ist das legal? 

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Ein Mann hat in Ivendorf eine Blitzer-Attrappe aufgestellt - ist das erlaubt?

Durch eine Sperrung ist der Verkehr in Travemünde-Ivendorf stark angestiegen. Ein Anwohner wehrt sich mit einer Blitzer-Attrappe gegen Raser - ist das legal?

Seitdem eine Landstraße in Richtung Travemünde als Hafen- und Sicherheitsstraße gesperrt wurde, ist im Travemünder Ortsteil Ivendorf der Verkehr massiv angestiegen. Das ärgert die Bewohner - und einer davon wehrt sich jetzt mit einer Blitzer-Attrappe gegen die vielen Autofahrer. Aber ist so etwas eigentlich erlaubt?

Anstieg des Verkehrs in Travemünde-Ivendorf: Anwohner sind verärgert

Durch die Sperrung der Landstraße nach Travemünde sei die Straße durch Ivendorf inzwischen zum Hauptverkehrsweg geworden, erzählt eine Einwohnerin gegenüber dem Portal haz.de. Bereits morgens um 5 Uhr würden die ersten Autos und Lkws durch die Gemeinde fahren. Das sei ihrer Meinung nach auch schädlich für den Betrieb ihrer Ferienwohnung - die Gäste würden nicht mehr zur Ruhe kommen. Die letzte Verkehrserhebung im Jahr 2015 ergab, dass sich die Zahl der Autofahrer durch Ivendorf innerhalb der letzten zehn Jahr fast verdoppelt hat.

Weitere Anwohner beschweren sich vor allem über die Raserei auf der Straße. Auch die inzwischen aufgestellten Tempo-30-Schilder und gebauten Engpässe würden nichts bringen. Teilweise würden laut der Einwohner die Autofahrer auch einfach über Mittelinseln fahren.

Anwohner wehrt sich mit Blitzer-Attrappe gegen Raser: Ist das legal?

Einen 56-jährigen Einwohner von Ivendorf ärgerten die vielen Raser so sehr, dass er sich mit einer besonderen Methode wehrte: Weil er fand, dass die aufgestellten Tempo-30-Schilder nichts bringen würden, bastelte er kurzum eine Blitzer-Attrappe. Diese stellte er zunächst nur sporadisch, seit kurzem aber dauerhaft in seinem Vorgarten auf. 

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Wie er angibt, wurde viel darüber diskutiert, ob das eigentlich erlaubt sei. Tatsächlich sind Blitzer-Attrappen im Vorgarten legal. Allerdings dürfen die Autofahrer dadurch nicht geblendet oder sogar geblitzt werden. Für den Anwohner in Ivendorf könnte die Blitzer-Attrappe allerdings dennoch Konsequenzen haben, falls es deswegen zu einem Auffahrunfall kommt. 

Blitz-Attrappe gegen Raser: Das sagt die Stadt zu der Situation in Ivendorf

Die Stadt Travemünde ist sich der Problematik in Ivendorf bewusst. Unter anderem wurden Maßnahmen wie Bodenschwellen diskutiert. Diese würden laut einer Sprecherin allerdings in diesem Fall nichts bringen - denn dadurch würden die Tempo-30-Regelungen aufgehoben werden, da in Ivendorf keine Rechtsgrundlage für die Geschwindigkeitsbegrenzung bestehe. 

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Eine zweite Zufahrtsstraße könnte in Ivendorf Erleichterung bringen. Allerdings wird es eine solche nicht vor dem Jahr 2025 geben können. Zunächst müssen laut der Sprecherin nämlich andere Lösungsvarianten für eine Haupterschließung von Travemünde geprüft werden.

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Die "Raser-Taube" hat in der Stadt Bocholt die Radarfalle ausgelöst. Die 25 Euro Verwarnungsgeld wird sie für die Geschwindigkeitsüberschreitung von 15 km/h jedoch nicht bezahlen können. © Stadt Bocholt
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Hat die Polizei Essen hier einen "Geister-Lkw" erwischt? Leider nicht. Es war nur ein Fahrer, der sich vor dem Blitzer versteckt hat. Ohne Erfolg. Ein Bußgeld musste er trotzdem zahlen. © Polizei Essen
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Morgens keine Lust die Scheiben freizukratzen? Keine gute Idee. Und dann auch noch zu schnell in einer 30er Zone. Wer so viel falsch macht, muss sich nicht wundern, bestraft zu werden. © Polizei Dortmund
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Gleiche Stelle, gleicher Blitzer, gleiches Vergehen. Auch dieser Fahrer war zu faul, um für genug Durchblick zu sorgen. © Polizei Dortmund
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Absichtlich ist dieser Twingofahrer mit Stinkefinger in die Radarfalle gerast. Trotz abgeklebten Nummernschild und heruntergeklappter Sonnenblende kam die Dortmunder Polizei dem frechen Temposünder auf die Spur. © Polizei Dortmund
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Von Michaela Schaal

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