Acht Fakten

Weltpremiere: Das kann der neue VW Golf 8

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Der Golf 8 macht einen großen Sprung in die Zukunft.

VW hat in Wolfsburg seinen Golf 8 vorgestellt. Damit geht das meistverkaufte Auto Deutschlands in eine neue Generation: Wir haben acht Fakten zusammengestellt.

Ein Golf ist ein Golf, ist ein Golf! So war es schon immer und so wird es auch immer sein. 35 Millionen Mal wurde der Kompaktwagen von Volkswagen in den vergangenen 45 Jahren verkauft. Sogar eine ganze Generation in Deutschland ist nach ihm benannt. Ende des Jahres kommt nun Nummer acht auf den Markt. Hier die acht spannendsten Fakten.

1. Das Aussehen des Golf 8

"Sein Design ist die Evolution des Zuhausegefühls von Millionen von Menschen", sagt VW-Chef-Gestalter Klaus Bischoff. Und es stimmt. "Aha! - ein Golf", rutscht es aus einem heraus, als in einem Fotostudio in München endlich das Tuch vom Auto gezogen wird. Genauso groß wie ein Golf, ein bisschen flacher, vorne das gewohnt freundliche Gesicht, nur das Heck ist zerklüfteter und progressiver geworden. Nicht mehr angeboten werden einige Karosserievarianten: Kein Dreitürer mehr, kein Sportsvan, kein Cabriolet. Freuen kann man sich hingegen auf Variant, GTI, GTD und natürlich den Golf im Schafspelz, den R.

Der neue Golf 8 im Fotostudio mit Autor Rudolf Bögel.

2. Die Motoren

Hier zeigt der Volkswagenkonzern (Umwelt)-Flagge. Und das trifft auch auf den Diesel zu. Den 2,0-Liter TDI gibt es in zwei Leistungsstufen mit 115 und 150 PS. Ein neu ausgelegtes Brennverfahren soll Effizienz und Wirkungsgrad steigern und gleichzeitig CO2 reduzieren. Auch beim Stickoxid-Ausstoß geht es deutlich nach unten. Dank eines doppelten SCR-Kat-Systems, das AdBlue in zwei hintereinander liegenden Katalysatoren spritzt. Neu im Programm sind fünf Hybrid-Benziner. Drei davon, so genannte eTSI-Modelle sind mit einem Riemen-Startergenerator ausgerüstet, der Energie zurückgewinnt und das komplette Abschalten des Motors und damit das treibstofffreie Segeln ermöglicht. Zur Verfügung stehen Leistungsstufen von 110, 130 und 150 PS. Im Gegensatz zu den eTSI-Modellen können die beiden eHybrid-Varianten auch aufgeladen werden. Der Akku ist 13,0 kw/h groß und soll eine rein elektrische Reichweite bis zu 70 Kilometer schaffen. Mit 204 PS oder 245 PS sind die beiden Plug-In-Hybride sowohl umweltfreundlich als auch dynamisch ausgelegt.

3. Das Cockpit

Da muss sich der Golf vor dem ID3 nicht verstecken. Monitor und Entertainment-Bildschirme (10,25 beziehungsweise 10 Zoll groß) verschmelzen zum digitalen "Innovision" Cockpit. Dazu kommt das auf die Windschutzscheibe projizierte Head-up-Display - Raumschiff Enterprise lässt grüßen. Bedient wird (fast) alles über den Bildschirm. Oder über sogenannte Slider. Schaltflächen, die mit einem Fingerwischen funktionieren. Beispielsweise die Klimaanlage. Auf der Mittelkonsole einfach nach links wischen, Temperatur runter. Nach rechts Temperatur rauf. Ähnlich funktioniert auch die Bedienung des Schiebedachs.

Das moderne Cockpit erleichtert die Bedienung.

4. Das digitale Innenleben des Golf 8

Abgesehen von der Sprachsteuerung ("Hallo Volkswagen") und der Integration von Amazons Alexa bietet dieser VW ganz neue digitale Servicemöglichkeiten. Zum Beispiel kann man seine persönlichen Fahrzeugeinstellungen (Cockpit, Sitze, Außenspiegel, Klima) in der Cloud abspeichern und nach einem Fahrerwechsel wieder herunterladen. Gilt auch für den Urlaubs-Golf, den man sich vor Ort ausleiht. Einsteigen, ID aus der Cloud holen, sich zuhause fühlen. Man kann sein Auto aber auch digital und online nachrüsten. Das gilt etwa für die automatische Distanzkontrolle, den Licht-Assistenten, die Navigation oder den W-Lan Hotspot. Sinn macht das, wenn man bei einem Neukauf irgendwas vergessen hat, oder wenn man ein Gebrauchtauto erworben hat, das eine lückenhafte Ausstattung aufweist. Auch Flottenfahrzeuge lassen sich für den Verkauf damit lukrativ aufpeppen.

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5. Car2X-Kommunikation

Was sich wie ein neuer Streifen aus der endlosen Marvel-Film-Fabrik anhört, ist tatsächlich (noch) einzigartig. Der Golf ist das erste Auto, das seine verkehrsrelevanten Informationen im Umkreis von 800 Metern mit anderen Fahrzeugen austauscht. Kommuniziert wird dabei nicht über Mobilfunk, sondern über einen europaweit harmonisiertes und herstellerübergreifendes W-Lan-Netz. Das kostet nichts, Infos werden in Millisekunden übertragen. Anwendungen für diese Technik gibt es zuhauf. Der neue Stauende-Assistent erkennt damit rechtzeitig, wenn vorausfahrende Fahrzeuge langsamer werden oder stehen und kann rechtzeitig bremsen. Virtuelle Warndreiecke auf dem Display melden Unfälle oder liegen gebliebene Autos. Sogar eine Kommunikation mit Ampeln ist möglich. Denkbar wäre, dass das Auto mit diesem Wissen die optimale Geschwindigkeit für die ganz persönliche grüne Welle einstellt.

6. Golf 8: Das selbständige Fahren

Auch hier macht der Golf einen Sprung. Unter dem Schlagwort "IQ.Drive" ist autonomes Fahren der Stufe 2 möglich. Das heißt hier muss der Fahrer zwar immer noch die Hände am Lenkrad haben und notfalls die Kontrolle übernehmen. Ansonsten bremst und beschleunigt der Golf selbständig und hält den richtigen Abstand zum Vordermann ein. Das schont das Flensburger Punktekonto genauso wie die automatische Geschwindigkeitsanpassung. Und auch in Kurven denkt, schaltet und bremst das System mit. Bis zu einem Tempo von 210 Stundenkilometern.

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7. Die Schaltung mit Shift-by-Wire

Schaltknauf und Wählhebel ade! Wenn der Golf mit Doppelkupplungsgetriebe geordert wird, dann gibt es nur noch einen Stummelschalter. Damit wählt der Mensch nur noch die Fahrstufe, den eigentlichen Wechsel vollzieht dann aber die Elektronik. Das bringt mehr Komfort gerade beim Rangieren. Schon bei niedrigen (Vorwärts-)Geschwindigkeiten lässt sich so der Rückwärtsgang einlegen. Wenn das Tempo dann passt, schaltet der Golf selbständig auf R. Die Gedenksekunde, die das Getriebe bislang einlegt hat, ist damit passé.

Weder Schaltknauf noch Wählhebel: Den Golf 8 gibt es auch mit Stummelschalter.

8. Das denkende Licht

Logischerweise heißt es auch IQ Light. Mit Intelligenz ausgestattet sind die LED-Matrixscheinwerfer, der aus 22 einzelnen Elementen besteht. Sie werden digital gesteuert, und können so zum Beispiel um den Vordermann herumleuchten. Oder den rechten Straßenrand taghell anstrahlen und das entgegenkommende Fahrzeug dabei aussparen. Außerdem entdecken Sie Menschen oder Tiere am Straßenrand, die man sonst vielleicht nicht gesehen hätte.

Fazit zum Golf 8

Der neue Golf ist in der Tat ein Sprung in die Zukunft. Beim Design zurückhaltend konservativ, beim digitalen Innenleben progressiv. Der neue Golf 8 - alle Achtung!

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Rudolf Bögel 

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Video: Neues Modell: VW stellt Golf 8 vor

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