Niedrige Ladekosten

Elektroautos: Das sind laut ADAC die sparsamsten Stromer-Modelle

Nicht nur die Spritpreise zogen zuletzt kräftig an – auch die für Strom. Der ADAC hat nun eine Auflistung der sparsamsten Elektroautos erstellt.

Die Zahl der Elektroautos auf deutschen Straßen wächst – auch wenn die Stromer-Quote hierzulande anderen Ländern noch etwas hinterherhinkt. Auch die Bereitschaft, ein E-Auto zu kaufen, wächst. Doch zuletzt haben viele Anbieter ihre Preise deutlich erhöht – weshalb für viele potenzielle Käufer ein geringer Verbrauch beim Kauf ein wichtiges Kriterium ist. Der ADAC hat nun eine Liste der sparsamsten Elektroautos zusammengestellt – sogar ein Oberklassemodell ist dabei.

Laut einer Auflistung des ADAC ist der Fiat500e aktuell das sparsamste Elektroauto.

Elektroautos: Das sind laut ADAC die sparsamsten Stromer-Modelle

Wenig überraschend sind die Top 3 der Auflistung, die insgesamt 30 Fahrzeuge umfasst: Denn es handelt sich dabei um drei Kleinst- beziehungsweise Kleinwagen, die besonders wenig Strom verbrauchen. Ganz vorne liegt der Fiat 500e (23,8 kWh) mit einem Normverbrauch von 13 kWh/100 km – es folgen der Dacia Spring Essential (13,9 kWh/100 km) sowie der Hyundai Kona Elektro (39,2 kWh), dessen Verbrauch der Hersteller mit 14,3 kWh/100 km angibt.

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Elektroautos: Nicht nur Kleinwagen können sparsam unterwegs sein

Allerdings sind nicht nur Kleinwagen sparsam, wie die Zusammenstellung des ADAC zeigt. In den Top 10 sind auch Mittelklasse-Fahrzeuge wie der Toyota bZ4X oder das Tesla Model 3 vertreten. Und im Kreise der genügsamsten 30 Stromer sind mit dem Mercedes EQS 450+ AMG Line (16 kWh/100 km) und dem Mercedes EQE 300 AMG Line (16,4 kWh/100 km) sogar zwei Modelle aus der Oberklasse und der oberen Mittelklasse dabei.

Elektroauto laden: Diese zehn kommen nach 20 Minuten am Weitesten

Kia EV6
Kia EV6: 309 Kilometer. Dank moderner 800-Volt-Ladetechnik fährt das Mittelklasse-SUV aus Südkorea klar an die Spitze. Die Version mit Heckantrieb und 77,4-kWh-Akku war das einziges Modell des Testfeldes, das die 300-Kilometer-Marke knackte. Basispreis: 46.990 Euro. © weigl.biz
Mercedes-Benz EQS 450+
Mercedes-Benz EQS 450+: 275 Kilometer. Die Luxuslimousine für mindestens 107.326 Euro holt aus der verwendeten 400-Volt-Technik dank präzisem Lade- und Temperatur-Management das Optimum heraus. Getestet wurde die Long-Range-Version mit 108-kWh-Akku und Heckantrieb. © Deniz Calagan/Mercedes-Benz AG
BMW iX
BMW iX: 273 Kilometer. Das große Elektro-SUV trat als xDrive50 mit serienmäßigem Allradantrieb zum Test in der Oberklasse-Kategorie an – und mit mächtigem 105,2-kWh-Akku. Der Basispreis des mächtigem Stromers liegt bei 84.600 Euro. © Uwe Fischer/BMW
Hyundai Ioniq 5
Hyundai Ioniq 5: 272 Kilometer. Das südkoreanische SUV ist technisch mit dem Testsieger Kia EV6 verwandt, und nutzt dieselbe schnelle 800-Volt-Technik. Die sparsamere Heckantriebsversion kostet ab 43.900 Euro, getestet wurde die Ausführung mit 72,6-kW-Akku für 4.000 Euro Aufpreis. © Dino Eisele/Hyundai
Porsche Taycan GTS
Porsche Taycan: 271 Kilometer. In der Oberklasse lagen die Testwerte relativ dicht beieinander. In der Version GTS fährt der Elektro-Porsche (Basispreis 86.733 Euro) mit 93,4-kWh-Akku nur knapp hinter den Klassenbesten her, er kann ebenfalls mit 800 Volt laden. © Porsche AG
Audi e-tron GT quattro
Audi e-tron GT quattro: 237 Kilometer. Der viertürige, Elektrosportler mit Allradantrieb basiert auf dem Porsche Taycan und verfügt daher ebenfalls über schnelle 800-Volt-Technik und einen 93,4-kWh-Akku, ist aber etwas größer und geräumiger. Preis: ab 104.000 Euro. © Audi
BMW i4 eDrive40
BMW i4: 235 Kilometer. Die Elektroversion der konventionell angetriebenen 4er-Reihe ist das sportlichste Modell der Mittelklasse-Wertung. Als eDrive40 kostet er ab 59.200 Euro und verfügt über einen Akku mit 83.9 kWh Kapazität. © BMW
Tesla Model 3
Tesla Model 3: 221 Kilometer. Der Elektroauto-Pionier legt seit jeher mehr Wert auf Reichweite als auf schnelles Laden, was bei der Akku-Auslegung ein Zielkonflikt ist. Der Test der Long-Range-Version mit 82,1-kWh-Akku erfolgte an markeneigenen Superchargern. Basispreis des Model 3: 52.965 Euro. © Tesla
Polestar 2
Polestar 2: 218 Kilometer. Die noch junge Marke gehört zum chinesischen Geely-Konzern, die Autos werden von dessen Tochter Volvo entwickelt und in China produziert. Den Polestar gibt es ab 46.495 Euro, gemessen wurde die heckgetriebene Long-Range-Version mit 78-kWh-Akku. © Polestar
BMW iX3
BMW iX3: 201 Kilometer. Ein weiterer BMW nach dem bewährten Muster, ein Verbrennermodell zum Stromer umzurüsten. Das Mittelklasse-SUV kostet ab 67.300 Euro und verfügt über einen Akku mit 80 kWh Kapazität. © BMW

Elektroautos: Sparen auch mit passenden Ladekarten möglich

Und umgekehrt ist nicht jeder Kleinwagen automatisch sparsamer unterwegs als größere Modelle. So landeten in der Liste beispielsweise der Peugeot e-208, Opel Corsa-e und der Renault Twingo Electric etwas weiter hinten – sogar einigen Mittelklasse-Fahrzeugen.

Hier sind die zehn sparsamsten Elektroautos, die der Automobilclub ermittelt hat:

Elektroauto-ModellNormverbrauch in kWh/100 km
Fiat 500e (23,8 kWh)13,0
Dacia Spring Essential13,9
Hyundai Kona Elektro (39,2 kWh)14,3
Toyota bZ4X14,4
Tesla Model 314,4
MINI 3-Türer Cooper SE Essential Trim15,2
VW ID.3 Pro Performance (58 kWh)15,2
Citroen e-C4 Feel15,3
CUPRA Born (58 kWh)15,3
Mercedes-Benz EQA 250+ Progressive15,3

Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Sparen lässt sich aber nicht nur über den Verbrauch des Fahrzeugs – auch die Wahl einer passenden Ladekarte kann die Kosten an der Stromtankstelle drücken. Und natürlich können auch Stromer-Fahrer analog zu ihren Verbrenner-Kollegen mit der richtigen Fahrweise den Verbrauch ihres E-Autos nach unten schrauben.

Rubriklistenbild: © Fiat

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