ADAC Ecotest

Auch Benziner sind Feinstaub-Schleudern

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Sauber oder Stinker? Die Ergebnisse von 77 Autos liegen im aktuellen ADAC EcoTest vor.

CO2-Emissionen, Stickoxide oder Feinstaub - beim ADAC EcoTest gibt es nur für die Saubersten fünf Sterne. Aktuell liegen Ergebnisse von 77 Autos vor. Neben Diesel-Fahrzeugen schneiden auch Benziner schlecht ab. 

Unabhängig von Klassen oder Antriebsarten prüft der Automobilclub beim Ecotest Modelle von verschiedenen Marken auf Verbrauch und Schadstoff-Emissionen.

So läuft der ADAC Ecotest

Während der Testzyklen werden, laut ADAC, Kohlenmonoxid (CO), Kohlenwasserstoffe (HC), Stickoxide (NOx), Partikelmasse (PM) und Partikelzahl (PN) sowie Kohlendioxid (CO2) gemessen. Der Kraftstoffverbrauch wird anschließend aus den Schadstoffen berechnet, die Kohlenstoff enthalten. 

Autos, die auf dem Prüfstand eine Empfehlung erreichen – also mit vier oder fünf „Umweltsternen“ ausgezeichnet werden – müssen sich zusätzlichen Abgasmessungen auf der Straße (Real Driving Emissions) stellen.

Diesel-Autos im Umwelttest

Von den aktuell 38 Diesel-Autos überzeugten nur zwei im Test: der Mercedes E220 d 9G-Tronic und der BMW 118d Urban Line Steptronic wurden mit vier „Umweltsternen“ ausgezeichnet. 

Sonst schneiden Diesel bei den Stickoxiden (NOx) schlecht ab: Beim Renault Capture dCi 90 waren es, laut dem ADAC, sogar 725 Milligramm pro Kilometer und damit 900 Prozent mehr als der Grenzwert.

Auf einen Punkt weist der ADAC hin: Einige Euro-5-Dieselautos stießen weniger Schadstoffe aus als moderne Euro-6-Modelle. Dieses Ergebnis könnte wohl vor dem Hintergrund drohender Fahrverbote für Dieselfahrzeuge in Innenstädten bedeutsam sein.

Benziner haben ein Feinstaub-Problem

Der neue ADAC Ecotest: 77 Pkw im Test.

Benziner kämpfen mit einem hohen Feinstaub-Ausstoß, berichtet der ADAC: Betroffen wären neben PS-starken Benzinern, wie dem Ford Focus RS, auch der VW Tiguan 1.4 TSI oder der Opel Corsa 1.0 Turbo ecoFlex. Beim Opel wurden zudem erstmals erhöhte Stickoxid-Emissionen festgestellt, was bisher bei Benzinern kein Thema gewesen wäre.

„Bedauerlich ist, dass die Hersteller weiterhin viel zu wenig unternehmen, um längst vorhandene Emissionstechnologien für einen effektiven Schutz der Umwelt in ihren Fahrzeugen einzusetzen", sagt Thomas Burkhardt, Vizepräsident für Technik beim ADAC.

Platz

Marke und Modell

Antrieb

Eco-Sterne

1.

BMW i3

Elektro

5

2.

Toyota Prius 1.8 Hybrid Executive

Hybrid

5

3.

Nissan Leaf Acenta 30 kWh

Elektro

5

4.

Toyota Mirai

Wasserstoff

5

5.

Skoda Octavia Combi 1.4 TSI G-Tec

Erdgas

5

6.

Toyota Yaris Hybrid

Hybrid

4

7.

Tesla Model S P90D

Elektro

4

8.

Suzuki Ignis 1,2 SVHS

Benziner

4

9.

Mercedes E 220 d 9G-Tronic

Diesel

4

10.

Mitsubishi Space Star 1.2

Benziner

4

Die ausführlichen Ergebnisse aller im ADAC EcoTest getesteten Modelle finden sich unter www.adac.de/ecotest.

Der Klimakiller CO2 ist für unser Auge eigentlich unsichtbar. Doch über schockierende Aufnahmen berichtet tz.de.

Klimakiller? Was es aus dem Auspuff bläst 

Klimakiller? Was aus dem Auspuff bläst
Autos stoßen bei laufendem Motor giftige und klimaschädliche Stoffe aus. Deshalb hat der Gesetzgeber Grenzwerte für Kohlenmonoxid (CO), Stickoxide (NOX), Kohlenwasserstoffe (HC) und Rußpartikel (PM) festgelegt. © dpa
Klimakiller? Was aus dem Auspuff bläst
Ab September 2009 müssen Hersteller bei der Entwicklung neuer Autos die Abgasnorm Euro 5 einhalten. Seit Januar 2011 müssen auch alle neu zugelassenen Wagen Euro 5 erfüllen. © dpa
Klimakiller? Was aus dem Auspuff bläst
Konkret heißt das: Benziner dürfen zum Beispiel maximal 1 Gramm CO (Kohlenstoffmonoxid) pro Kilometer ausstoßen, Diesel nur die Hälfte. Der Grenzwert für Rußpartikel beim Diesel liegt bei 5 Milligramm je Kilometer. Übrigens, die Euro-4-Norm hatte noch das Fünffache 25 Milligramm zugelassen. © dpa
Klimakiller? Was aus dem Auspuff bläst
Anfang September 2011 wurde als Zwischenschritt die Rußmenge, die ein Auto ausstoßen darf, weiter reduziert - auf 4,5 Milligramm. © dpa
Klimakiller? Was aus dem Auspuff bläst
Ab September 2014 müssen alle neu zugelassenen Autos Euro 6 erfüllen. Diese Norm betrifft laut dem TÜV Nord in erster Linie Diesel: Der Grenzwert für Stickoxide, die neue Fahrzeugtypen mit Selbstzündern ausstoßen dürfen, wird auf weniger als die Hälfte des derzeitig gültigen Werts gesenkt - nämlich von 180 Milligramm pro Kilometer (Euro 5) auf 80 Milligramm (Euro 6). © dpa
Klimakiller? Was aus dem Auspuff bläst
Kohlenmonoxid (CO): Kohlenmonoxid ist ein Gas, das schon in geringen Mengen sehr giftig ist. Es entsteht bei der Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Verbindungen, wenn nicht genügend Sauerstoff vorhanden ist. Die meisten Abgase entstehen im Leerlauf, also wenn ein Auto an einer Ampel wartet. Während des Fahrens wird hingegen wieder genügend Sauerstoff zugeführt und die CO-Konzentration sinkt wieder. © dpa
Stickoxide (NOX): Die Partikel sind u.a. schädlich für das Ozon. Stickoxid ist ein Sammelbegriff für Verbindungen aus Stickstoff und Sauerstoff, die besonders bei hohen Brennraumtemperaturen und -drücken im Motor entstehen. NOX war der Hauptgrund für die Erfindung des Katalysators. © dpa
Klimakiller? Was aus dem Auspuff bläst
Kohlenwasserstoffe (HC): In den Autoabgasen befinden sich neben den Verbrennungsprodukten unverbrannte Bestandteile des Benzins, wie das krebserregende Benzol, ein sogenannter "Kohlenwasserstoff". © dpa
Klimakiller? Was aus dem Auspuff bläst
Rußpartikel (PM) gelangen vor allem aus den Auspuffrohren von Dieselmotoren. Durch die Einführung der sogenannten Feinstaubverordnung wird die Kennzeichnung von Kraftfahrzeugen nach der Höhe ihrer Partikelemission bundesweit einheitlich geregelt. © dpa
Auspuff Auto Schadstoffe
Übrigens ist während der morgendlichen Rush-hour zwischen sieben und acht Uhr der Kohlenmonoxidgehalt der Luft am höchsten. Autofahrer auf stark frequentierten Pendler-Routen atmen mehr Kohlenmonoxid, Benzol und Dieselruß ein als etwa ein erwachsener Fußgänger. © dpa
Die Konzentration der Schadstoffe ist nämlich im Auto um ein mehrfaches höher als auf dem Fußgängerweg. Sie gelangen durch die Lüftung in das Wageninnere, im Stau werden von der Klimaanlage sogar die Abgase des eigenen Autos angesaugt. © dpa

ml

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