2,2 Prozent mehr Umsatz

Trotz starkem Euro: Miele legt weiter zu

Gütersloh  - Trotz der weltweit teils unsicheren politischen Entwicklungen und eines starken Euros hat Miele erneut zugelegt.

Der starke Euro hat das Wachstum des Hausgeräteherstellers Miele gebremst. Unterm Strich habe Miele im Geschäftsjahr 2013/14 (30. Juni) einen Umsatz von 3,22 Milliarden Euro erzielt, teilte das ostwestfälische Familienunternehmen am Donnerstag mit. Das sei in Plus von 2,2 Prozent. Der währungsbereinigte Umsatzzuwachs liege bei über fünf Prozent.

Die Investitionen von 188 Millionen Euro (minus 12 Prozent) seien ausschließlich aus dem Eigenkapital finanziert worden. Weltweit beschäftigt Miele 17 660 Mitarbeiter, gut 400 mehr als ein Jahr zuvor. In Deutschland arbeiten 10 400 Menschen bei Miele. Zum Gewinn macht Miele traditionell keine Angaben. Auch im laufenden Geschäftsjahr will Miele in der Größenordnung der vergangenen Jahre wachsen.

Das Unternehmen habe im Jahr der größten Produkt- und Innovationsoffensive seiner Geschichte praktisch das gesamte Hausgerätesortiment erneuert, hieß es. Dadurch seien die teilweise ungünstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ausgeglichen worden. Miele setze auf Qualität und Ökologie im Premium-Bereich.

In Deutschland steigerte Miele den Umsatz um 2,4 Prozent auf 978 Millionen Euro. Damit stieg der deutsche Anteil am Gesamtumsatz auf 30,6 Prozent. Im Ausland wuchsen die Erlöse um 1,9 Prozent. In wichtigen Märkten wie USA, China und Russland habe der starke Euro das teilweise zweistellige Wachstum weitgehend aufgezehrt, hieß es. In Australien, nach den USA und der Schweiz größter Auslandsmarkt, sei Miele zwar überproportional gewachsen, nach der Umrechnung in Euro sei aber sogar ein zweistelliges Minus entstanden.

Der Geschäftsbereich „Professional“ (Wäschereitechnik, Gewerbegeschirr-Spüler und Desinfektion/Sterilisation sowie Service) erhöhte den Umsatz um 3,9 Prozent auf 418 Millionen Euro.

dpa

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