Tausende Londoner Immobilien gehören Briefkastenfirmen

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Wohnung in London: Viele Anleger lassen ihre Luxusimmobilien durch Briefkastenfirmen kaufen. Foto: Facundo Arrizabalaga

London (dpa) - Der teure Londoner Immobilienmarkt wird nach Erkenntnissen der Anti-Korruptions-Organisation Transparency International zum Teil von Briefkastenfirmen aus dem Ausland angeheizt.

Viele Anleger ließen ihre Luxusimmobilien durch anonyme ausländische Firmen kaufen, damit bleibe die Identität der Besitzer und die Herkunft des Geldes versteckt.

Insgesamt besitzen der Erhebung zufolge Firmen, die in Steueroasen angesiedelt sind, 36 342 Immobilien in London. Diese sind fast zur Hälfte in den zentralen Stadtteilen Westminster, Kensington und Chelsea gelegen. Knapp 40 Prozent der Briefkastenfirmen sitzen demnach auf den Britischen Jungferninseln.

Die Daten stammen vom Katasteramt und der Londoner Polizei. Seit 2004 hat die Polizei verdächtige Immobilien mit einem Gesamtwert von mehr als 180 Millionen Pfund (248 Millionen Euro) genauer unter die Lupe genommen. Mehr als 75 Prozent gehörten davon Firmen aus Steueroasen. Transparency International vermutet, dass diese Zahlen nur die "Spitze des Eisbergs" darstellen. Die Organisation fordert, die Personen hinter den Offshore-Firmen offenzulegen.

Pressemitteilung von Transparency International

Immobilienkarte

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