Streit mit arabischem Gaskonzern könnte RWE teuer zu stehen kommen

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Das RWE Logo in Essen. Einem Zeitungsbericht zufolge gibt es mögliche Schadenersatz-Forderungen eines arabischen Gas-Konzerns. Foto: Roland Weihrauch

Essen (dpa) - Dem angeschlagenen Energiekonzern RWE droht neuer Ärger.

Die "Rheinische Post" (Freitag) berichtete unter Berufung auf Branchenkreise, der arabische Gaskonzern Dana Gas wolle von Deutschlands zweitgrößtem Versorger Schadenersatz in Milliardenhöhe verlangen.

Eine RWE-Sprecherin sagte der Deutschen Presse-Agentur auf Nachfrage, ein Schiedsgericht in London habe bereits im Frühjahr festgestellt, dass die RWE-Handelstochter Supply & Trading eine Vertraulichkeitsvereinbarung verletzt und damit den Interessen der Unternehmen Dana Gas und Crescent Petroleum geschadet habe.

Sie betonte aber gleichzeitig, es sei noch völlig offen, was dies für mögliche Schadenersatz-Forderungen bedeute. Aus Sicht des Essener Konzerns sei das "ganze Verfahren nicht gerechtfertigt".

Über die Höhe möglicher Forderungen soll laut Dana Gas in einem zweiten Schritt noch in diesem Jahr vor dem Schiedsgericht verhandelt werden. Mit einer Entscheidung rechnet RWE erst 2016. Hintergrund des Streits sind der "Rheinischen Post" zufolge die gescheiterten Pläne zum Bau der Nabucco-Pipeline durch die Türkei und Südosteuropa, an denen RWE beteiligt war.

Bericht der Rheinischen Post

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