Tarifkonflikt geht weiter

Streik bei Lufthansa endet - Piloten unter Druck

Frankfurt/Main - Lufthansa-Passagiere können kurz vor dem Nikolaus-Wochenende aufatmen. Die Piloten kehren ins Cockpit zurück. Doch eine Einigung in dem seit Monaten schwelenden Tarifkonflikt ist nicht in Sicht.

Nach dem zehnten Pilotenstreik in diesem Jahr kehrt die Lufthansa zum geregelten Flugverkehr zurück. „Der Betrieb läuft jetzt wieder planmäßig an“, sagte ein Sprecher der Fluggesellschaft am Freitagmorgen. Rund 12 000 Passagiere hatten wegen des Ausstands am Donnerstag ihre Ziele nicht erreicht. 62 Flüge fielen aus, 94 Flieger hoben ab.

Die Vereinigung Cockpit (VC) hatte die Kapitäne zu einem ganztägigen Streik auf den Langstrecken- und Frachtmaschinen aufgerufen. Betroffen waren die Flughäfen in Frankfurt, München und Düsseldorf. Obwohl Cockpit die Gangart immer weiter verschärft, kommt in den erbittert geführten Tarifstreit so gut wie keine Bewegung. Die Gewerkschaft hält sich weitere Arbeitsniederlegungen offen.

Die streikenden Piloten geraten jedoch immer stärker unter Druck. So klagten die Reiseveranstalter, die Streiks bei Bahn und Lufthansa hätten das Geschäft belastet. Der deutsche Geschäftsreise-Verband VDR forderte in einem offenen Brandbrief Lufthansa und VC auf, den Konflikt am Verhandlungstisch schnell zu lösen.

Trotz der Streiks hatte die Lufthansa am Mittwoch einen einschneidenden Umbau ihres Billigangebots auf den Weg gebracht. Mit der Dachmarke Eurowings will der Konzern im harten Preiskampf anderen europäischen Billigfliegern wie Ryanair oder Easyjet die Stirn bieten.

dpa

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