Stellenabbau bei Koenig & Bauer läuft

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Bis zu 1500 Stellen sollen bei Druckmaschinenbauer Koenig & Bauer gestrichen werden.

Würzburg - Die deutschen Druckmaschinenhersteller haben seit Jahren zu kämpfen. Das traditionsreiche fränkische Unternehmen KBA ist da keine Ausnahme und muss momentan schmerzhafte Einschnitte umsetzen.

Der Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer (KBA) zieht seine Pläne zum Stellenabbau durch. „Über 300 Mitarbeiter am Standort Würzburg haben uns bereits verlassen, und auch in Mödling wird es auf Basis der getroffenen Vereinbarungen im Juli erste Kündigungen geben“, sagte Vorstandschef Claus Bolza-Schünemann der Deutschen Presse-Agentur. Am Würzburger Stammsitz und dem österreichischen Werk zusammen müssen knapp 700 Mitarbeiter gehen. Zum Teil wurden Aufhebungsverträge oder Altersteilzeit vereinbart.

Der Druckmaschinenbauer will mit einer tiefgreifenden Neuausrichtung aus den roten Zahlen kommen und hatte dazu im Dezember die Streichung von 1100 bis 1500 Stellen angekündigt.

Ziel ist es, das Unternehmen auch bei niedrigerem Umsatz profitabel zu machen. Die Branche steckt seit Jahren in der Krise, weil der Markt für Maschinen zum Druck von Zeitungen und Werbeprospekten eingebrochen ist.

Für den Standort im rheinland-pfälzischen Frankenthal gibt es bislang keine Einigung mit den Arbeitnehmervertretern - KBA strebt den Abbau von 200 Stellen an. „Wir haben dort schwierige Verträge aufgrund der betrieblichen Ausgliederungen von 2011“, erläuterte Bolza-Schünemann. „Wir hoffen, möglichst bald eine Lösung zu finden.“

Im sächsischen Radebeul soll erst Anfang des kommenden Jahres über Kürzungen verhandelt werden, dort stehen 180 Stellen auf der Kippe. In kleinerem Umfang sind auch im tschechischen Dobru¨ka Kürzungen geplant.

dpa

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