RWE und Eon ziehen sich bei Energieversorger zurück

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RWE und Eon bessern ihre Kassen durch einen Verkauf in Luxemburg auf. Foto: Federico Gambarini/Archiv/Symbolbild

Frankfurt/Essen (dpa) - Die mit den Folgen der Energiewende kämpfenden Versorger RWE und Eon bessern ihre Kassen durch einen Verkauf in Luxemburg auf. Sie trennen sich von ihren Minderheitsanteilen am dortigen Energiekonzern Enovos International, der auch in Deutschland aktiv ist.

Es sei ein Kaufvertrag mit einem Bieterkonsortium unter der Führung des Großherzogtums Luxemburg und der Investmentgesellschaft Ardian unterzeichnet worden, gaben die beiden Konzerne gemeinsam bekannt. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden.

RWE hielt den Angaben zufolge 18,4 Prozent an Enovos, Eon kam demnach auf 10 Prozent. Laut Enovos arbeiten 1400 Mitarbeiter in der Gruppe, der Umsatz 2014 wird mit knapp 2,6 Milliarden Euro ausgewiesen. Größte Anteilseigner sind bereits der Staat Luxemburg und Ardian. Weitere Anteile hält unter anderem die Stadt Luxemburg.

Der Anteilsverkauf soll im ersten Quartal 2016 abgeschlossen werden. Das Geschäft steht den Angaben zufolge aber noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Rates der Stadt Luxemburg, des RWE-Aufsichtsrates sowie der zuständigen Kartellbehörden. Die am Mittwoch ohnehin starken Aktien von RWE und Eon zogen nach der Bekanntgabe noch etwas an und lagen zuletzt um jeweils mehr als 4 Prozent im Plus.

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