Rheinmetall will mit polnischem Partner Panzer bauen

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Zentrale der Rheinmetall AG in Düsseldorf. Der Rüstungskonzern plant ein Rüstungsprojekt für die polnischen Streitkräfte. Foto: Matthias Balk

Wehrtechnik aus Deutschland ist weltweit begehrt, die deutschen Firmen sind für den internationalen Wettbewerb aber relativ klein. Jetzt vereinbart der deutsche Rheinmetallkonzern eine Partnerschaft mit der polnischen PGZ zum Bau von Radpanzern.

Düsseldorf (dpa) - Der Rüstungskonzern Rheinmetall arbeitet an einem Rüstungsprojekt für die polnischen Streitkräfte. Dazu plane der Konzern ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem polnischen Rüstungshersteller Polska Grupa Zbrojeniowa (PGZ), teilte Rheinmetall mit.

Zuvor hatte das "Handelsblatt" darüber berichtet. Zusammen wollen die Firmen einen amphibischen Radpanzer bauen, der Aufklärungsfahrzeuge der polnischen Armee aus der Sowjetzeit ersetzen soll. Polen plane, rund 200 Radpanzer im Gesamtwert von über 300 Millionen Euro anzuschaffen, schreibt die Zeitung. Zu einem späteren Zeitpunkt könnten die Radpanzer auch exportiert werden.

Laut der Zeitung wollen PGZ und Rheinmetall noch in diesem Jahr mit der Entwicklung beginnen. Die Auslieferung dürfte dann in drei bis vier Jahren anlaufen. Polen plane, rund 200 Radpanzer im Gesamtwert von mehr als 300 Millionen Euro anzuschaffen. Das Land zählt zu den wenigen europäischen Staaten mit steigenden Verteidigungsausgaben. Die Regierung in Warschau rüstet ihr Waffenarsenal derzeit mit westlicher Technologie auf.

Dieser Vertrag sei ein erster wichtiger Schritt zu einer erfolgversprechenden grenzübergreifenden strategischen Allianz im Bereich militärischer Radfahrzeuge, sagte Bereichsvorstand Pietro Borgo von Rheinmetall Defence der Mitteilung zufolge. In der europäischen Rüstungsindustrie seien Kooperationen notwendig.

Seit Jahren bekommt die Branche den Spardruck zu spüren: weniger Aufträge, neue Anforderungen, geringere Mengen, härtere Preisverhandlungen. Während im Ausland Rüstungsfirmen ihr Heil oft im Export suchen, haben es die deutschen Firmen dabei viel schwerer. Waffenlieferungen sind streng reguliert, und die SPD als Koalitionspartner in der Bundesregierung will weniger statt mehr Rüstungsgüter ausführen.

Die deutsche Wehrindustrie hat zwar viele begehrte Produkte im Angebot - von U-Booten, über Panzer und Raketen bis zu Munition - die Unternehmen sind im Branchenvergleich aber eher klein. In der Liste der Top-100 der internationalen Rüstungsfirmen des Friedensforschungsinstituts Sipri steht Rheinmetall als erstes deutsches Unternehmen auf Platz 32.

Mitteilung Rheinmetall

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