Nordlink

Ökostrom-Leitung durch die Nordsee kommt

Berlin - Der Weg für den Bau eines neuartigen Seekabels zum Austausch regenerativ erzeugter Energie zwischen Deutschland und Norwegen ist frei.

Der Übertragungsnetzbetreiber Tennet, die staatliche Förderbank KfW und der norwegische staatliche Netzbetreiber Statnett unterzeichneten am Dienstag im norwegischen Haugesund einen Kooperationsvertrag für das Projekt namens Nordlink, wie die drei Unternehmen mitteilten. Damit sei die "finale Investitionsentscheidung" gefallen. Sobald die Verträge für die Herstellung und Verlegung des Kabels unterzeichnet seien, könne der Bau beginnen.

Das Seekabel Nordlink soll über eine Länge von mehr als 620 Kilometern von Tonstad in Südnorwegen nach Wilster in Schleswig-Holstein führen. Es soll ermöglichen, dass deutscher Windstrom in norwegischen Wasserkraftwerken gespeichert werden kann. Alternativ kann bei hohem Bedarf auch norwegische Energie aus Wasserkraft nach Deutschland geleitet werden.

Die Zwischenspeicherung regenerativ erzeugter Energie ist eines der großen Probleme der deutschen Energiewende. Die beteiligten Unternehmen bezeichneten Nordlink deshalb als einen "Meilenstein". Das Projekt wird von einem Konsortium umgesetzt, an dem zur Hälfte Tennet und die KfW und zur anderen Hälfte Statnett beteiligt sind.

afp

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