"Made in Germany" nicht beschädigt

Merkel: VW kann Krise durch Transparenz überwinden

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"Es wird jetzt viel davon abhängen, wie VW mit diesem Sachverhalt umgeht": Bundeskanzlerin Angela Merkel. Foto: Gregor Fischer

Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel ist zuversichtlich, dass der Autobauer Volkswagen durch Transparenz und Vorsorge seinen Abgasskandal hinter sich lassen kann.

Eine Beschädigung der deutschen Wirtschaft als Ganzes sieht die CDU-Politikerin nicht. "Ich glaube nicht, dass "Made in Germany" durch das, was bei VW passiert ist und was in der Tat man nicht auf die leichte Schulter nehmen kann, einen Kratzer bekommen hat", sagte Merkel in ihrem wöchentlichen Video-Podcast in Berlin.

"Es wird jetzt viel davon abhängen, wie VW mit diesem Sachverhalt umgeht", betonte Merkel. "Wenn transparent aufgeklärt wird, (...) dann kann man eine solche Sache auch überwinden." Das Unternehmen müsse sich strukturell so aufstellen, "dass so etwas nicht wieder passieren kann". Die Kanzlerin fügte hinzu: "Ich glaube, dass VW auch mit allen Kräften daran arbeitet."

Volkswagen hat zugegeben, mit Hilfe einer verbotenen Software die Emissionswerte bei rund elf Millionen Fahrzeugen in Testbetrieben nach unten korrigiert zu haben. Dem Konzern drohen deshalb Strafzahlungen in Milliardenhöhe.

Der Tag der Deutschen Industrie, auf dem Merkel am Dienstag (3. Nobember) sprechen wird, finde in einer Zeit statt, "in der wir moderates, aber beständiges Wachstum haben, in der die Beschäftigungssituation sehr gut ist". Merkel bescheinigt der Wirtschaft, in Sachen Digitalisierung sei "unglaublich viel im Gange". Zwischen Regierung, Wissenschaft, Wirtschaft und Gewerkschaften gebe es durch die Digitale Agenda eine sehr gute Kooperation. "Ein wenig Nachholbedarf" sieht die Kanzlerin im Verwaltungsbereich, bei der Umstellung auf E-Government.

dpa

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